Schulentwicklungsplan: Gymnasium und Gesamtschule auf Wunschliste der Eltern vorn
WERNE Welche Schulformen wird es in Zukunft in Werne geben? Mit dieser Frage befasst sich der Schulausschuss am 16. Juni. Die Grundlage für die Diskussion bildet die Elternbefragung, die die Projektgruppe "Bildung und Region" im Auftrag der Stadt durchgeführt hat. Demnach haben Haupt- und Realschule schlechte Karten.
Das neue Schulzentrum an der Bahnhofstraße. (Foto: RN-Archiv Jörg Heckenkamp)
Im Fragebogen ging es neben der Realsituation – also wo z.B. die Eltern von Viertklässlern ihre Kinder für das kommende Schuljahr angemeldet haben – vor allem um die Wünsche in Sachen Schulsystem. Ginge es nach den befragten Eltern, würden demnach 45 Prozent ihre Kinder an einem Gymnasium anmelden (reale Verteilung für das Schuljahr 2011/2012: 42 Prozent). 25 Prozent bevorzugen die klassische Gesamtschule (real: 19 Prozent), 17 Prozent die Realschule (real: 26 Prozent). Abgeschlagen ist die Hauptschule, die zwei Prozent der Eltern wählen würden (real: 12 Prozent). Zwölf Prozent der Befragten mochten sich nicht festlegen.
Gegliedertes Schulsystem soll erhalten bleiben
Obwohl sich also die Mehrheit für Gymnasium oder Gesamtschule entscheiden würde, gibt es bei den Präferenzen eher eine Tendenz zum Erhalt des gegliederten Schulsystems (Haupt-, Real-. Gesamtschule und Gymnasium): Hierfür sprachen sich 66 Prozent aus, während sich 35 Prozent auch vorstellen können, dass es künftig nur noch ein Schulangebot wie z.B. die Gesamtschule geben soll. Ebenfalls 35 Prozent (abgestufte Antworten waren möglich) möchten den Fortbestand des Gymnasiums sichern, würden daneben aber eine weitere Schulform akzeptieren.
Von dieser Schulform gibt es ebenfalls klare Vorstellungen: 48 Prozent bevorzugen die Gemeinschaftsschule, die auch die Möglichkeit gymnasialer Standards beinhaltet; 25 Prozent wünschen sich eine Verbundschule, also eine Zusammenlegung von Haupt- und Realschule in einem Gebäude. Klar ist auch: Fast die Hälfte der befragten Eltern wünscht sich eine Ganztagsschule (45 Prozent).
Aufgabe des Schulausschusses ist es nun, die Ergebnisse auszuwerten und einen entsprechenden Schulentwicklungsplan auf den Weg zu bringen.
























