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Medienhaus Lensing
07.02.2012 18:05 Uhr
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"Die Kunst zu gewinnen - Moneyball": Brad Pitt mimt Baseball-Manager

Alle Talentsucher winken ab. Mit den Spielern, die Manager Billy Beane (Brad Pitt) verpflichtet, sei kein Staat zu machen. Gerade hat das Baseball-Team der Oakland Athletics einen schweren Aderlass hinter sich. Und jetzt will Beane den Weggang der Leistungsträger mit diesen Billigheimern kompensieren?Von Kai-Uwe Brinkmann

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Brad Pitt mimt den Baseball-Strategen Billy Beane. (Foto: Sony)

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"Die Kunst zu gewinnen - Moneyball" von Regisseur Bennett Miller ("Capote") ist kein Sportfilm, der an Ballspiel und grünem Rasen interessiert ist.

Sicher, "wichtig is' auf'm Platz", doch hier dreht sich alles um Deals, die hinter den Kulissen eingefädelt werden. Billy Beane fungiert als Strippenzieher und eiskalter Stratege. Das Tagesgeschäft stemmt der Trainer (Philip Seymour Hoffman), von Beane erwartet man Visionen.

Rechte Hand

Bei der Konkurrenz stößt er auf den mopsigen Peter (Jonah Hill aus "Superbad"), der bei der Spielanalyse auf Statistik schwört. Beane macht den Mann mit Rechenschieber zu seiner rechten Hand. Er drückt den Kauf von Sportlern durch, die günstig zu haben sind, aber die richtigen Werte aufweisen.

Der Wind bläst Beane und seinem "Google-Boy" hart ins Gesicht, als die Oakland Athletics unerwartet eine Serie von Siegen verbuchen. Beanes Kritiker verstummen. So schlecht kann sein System nicht sein. Seit die Technokraten das Sagen haben, fährt das Team auf Erfolgskurs, trotz seines Mini-Etats.

Nimbus des Rebellen

Verkehrte Welt, wo ein fetter "Spin Doctor" mit Laptop über den Sachverstand grauhaariger Scouts triumphiert, die ihr Leben lang am Spielfeld standen. Hier werden der Dicke und sein Chef als Revoluzzer gefeiert. Mag sein, dass der Nimbus des Rebellen Brad Pitt bewogen hat, die Hauptrolle zu übernehmen.

Produziert hat er "Moneyball" auch, kein Wunder, dass er im Zentrum steht. Die Oscar-reife Gala liefert Pitt sicher nicht, große Schauspielerei geht anders. Als Sportdramolett mit Baseball-Latein hebt der Film auch nicht ab. Er bleibt so kaltschnäuzig und gefühlsarm wie Beanes Vertragspoker am Telefon.



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