Schauplätze im Film: Die Berliner Szene
BERLIN In Berlin arbeitet man nicht, sondern hat Projekte. Manchmal ist die Hauptstadt so cool, dass es dem Rest der Republik gehörig auf die Nerven geht. Besonders Berlin-Mitte, der Schauplatz von Helmut Dietls Film „Zettl“, ist internationaler, edler und schicker geworden.
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Die ORTE: Berlin bietet eine Fülle von Adressen zum Angeben vor Besuch aus „Westdeutschland“. Ob man sich diese leisten kann oder überhaupt reinkommt, ist eine andere Frage. Im Club „Soho House“ logierte mal Madonna, im Hotel Adlon schläft die Queen, wenn sie da ist. Im „Borchardt“ essen Politiker und Filmleute ihr Schnitzel, im „Grill Royal“ verspeist die Kunst-Szene ihr Steak. „Curry 36“ und „Konnopke“ sind die Platzhirsche bei den Imbissen. Der Potsdamer Platz verwandelt sich zur Berlinale in einen Bienenstock, zur Fashion Week bevölkern Models mit Gazellenbeinen Berlin-Mitte. Nur das Wetter ist oft deutlich mieser als in München.
Das PERSONAL: Recht gute Chancen bestehen, während eines Hauptstadt-Besuchs Friseur Udo Walz oder Alt-Playboy Rolf Eden zu sehen. Oberster Stadt-VIP ist Klaus Wowereit, der nicht nur Wilmersdorfer Witwen, sondern auch die Schönen & Reichen zu bezirzen weiß. Event-Managerin Isa Gräfin von Hardenberg wird nachgesagt, dass sie den Berlinern beibrachte, mit Messer und Gabel zu essen. Viele Musiker und deutsche Schauspieler wohnen in Berlin, die Kanzlerin hat ihre Wohnung an der Museumsinsel. Hollywoodstars reisen gefühlt wöchentlich an, um Werbung für ihre Filme zu machen.







