Steen im Interview: Gosepl ist positive Energie für alle Tage
ZÜRICH Soul-Diva Cassandra Steen (31) war die Stimme des Trios Glashaus, legte 2003 ihr Solo „Seele mit Herz“ vor, 2009 das Album „Darum leben wir“ und 2011 „Mir so nah“. Jetzt ist Steen mit den Harlem Gospel Singers auf Tour. Kai-Uwe Brinkmann traf sie in Zürich.
Cassandra Steen (l.) und Queen Esther. (Foto: Brinkmann)
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Ganz wunderbar. Es fühlt sich wie Familie an. Die Truppe begegnet mir mit einer Offenheit, die sehr angenehm ist. Von Anfang an bekam ich Feedback und Unterstützung. Es herrscht eine tolle Chemie in der Truppe, das spürst Du sofort, das sieht man, glaube ich, auch auf der Bühne.
Kein Neid, keine Missgunst?
Überhaupt nicht. Im Gegenteil: Wer sein Talent einbringt, wird mit offenen Armen empfangen und nach vorne gestellt. Ich wurde oft angesprochen, warum ich so gebückt gehe. Halt Dich aufrecht, zeig, wer Du bist, sagen sie. Das kenne ich aus Deutschland weniger.
Haben Sie konkret etwas dazugelernt?
Oh ja. Einmal musikalisch: Die Amerikaner spielen mehr mit der Stimme. Bei uns will man es gerade und übersichtlich, keine Experimente. Hier probieren sie viel mehr Dinge aus, man ist kreativer. Wenn es nicht passt, sagen sie es, aber erst heißt es: Mach! Dann habe ich Gospelmusik neu entdeckt. Die wird gern kategorisiert, nach dem Motto: Die ist für sonntags in der Kirche. Stimmt nicht. Gospel ist für alle Tage und alle Lagen. Das ist eine Lebenseinstellung, eine positive Energie, ein Weg, mit allem fertig zu werden.
Wie ist Ihr Draht zu Queen Esther?
Wir sind uns wahnsinnig ähnlich, haben wir gemerkt. Da war vom Start weg große Sympathie zwischen uns. Die Queen ist ein bisschen ein Rollenmodell für mich, jemand, von dem ich lerne, an dem ich mich aufrichte. Wirklich wahr!







