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Medienhaus Lensing
02.03.2010 19:53 Uhr
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Uraufführung im Pumpenhaus: "Me&myMum": Neues Tanzstück von Samir Akika

MÜNSTER Samir Akika, der Quentin Tarantino des Tanzes, hat sein neues Stück „Me&myMum“ Pina Bausch gewidmet, der großen Choreografin, die im vergangenen Jahr starb. Sie war seine Mentorin – und damit wohl auch so etwas wie eine Mutterfigur. „Me&myMum“ – Ich und meine Mama – dauert zwei Stunden, wird von vier Tänzerinnen und drei Tänzern auf die Bühne des Pumpenhauses in Münster gebracht, ist eine Mischung aus Tanz, Performance und Schauspiel – und beginnt mit den Klängen von David Bowies „Heroes“. Die Uraufführung ist am 5. März.Von Sabine Müller

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Samir Akikas Tanzteam zeigt "Me&MyMum". Die Uraufführung ist am Freitag, 5. März, im Pumpenhaus in Münster. (Foto: Pumpenhaus)

„Me&myMum“ ist die Fortsetzung seines Erfolgsstücks „Extended Teenage Era“ und damit der zweite Teil einer Trilogie des Erwachsenwerdens. Akika erzählt, wie die Bindung zur Mutter die eigene Biografie prägt, wie sehr sie die Identität und die Entscheidungen selbst im Erwachsenenleben noch bestimmt, wie das Verhältnis zur Mutter sich wandelt, wie man sich abgrenzt und was man braucht, um den Schritt in ein eignes Leben zu gehen. Er zeige, so sagt Akika gestern bei den letzten Proben im Pumpenhaus, unterschiedliche Mutter-Bilder und Mutter-Rollen, frage auch nach dem Mutter-Bild in der Gesellschaft. Mutter, Mama, Mami, Mom: Mütter können ziemlich verschieden sein.

Biografie der Tänzer eingeflochten


Samir Akikas Inszenierungen sind schrill, seine Bilder sind geprägt vom Independentfilm, die Musik wird eine wilde Mischung sein aus Johann Sebastian Bach, italienischer Folklore, Musik der 70er, Jamie T. und Sonic Youth. Zuletzt gastierte Akika mit seinem provokanten, lauten Stück „Plastikseele“ im Pumpenhaus. „Das neue ist ganz anders“, erklärt der Choreograf. Obwohl die Arbeitsweise wieder recht ähnlich ist. Akika recherchierte auch hier intensiv, flicht Kunst, Politik, Psychoanalyse und Interviews mit Experten in seine Choreografie mit ein. Ebenso die Biografie seiner Tänzer.

Familiäres Team

Das Team kennt sich gut, alle haben schon oft zusammen gearbeitet. Der Italiener Gabrio Gabrielli, der Kubaner Julio C. Iglesias, Alexandra Morales aus Costa Rica und die Deutsche Lotte Rudhart waren bereits bei „Extended Teenage Era“ mit dabei, die expressive Ximena Ameri begeisterte in „Plastikseele“, Antonio Stella aus Italien und Nora Ronge aus Deutschland tanzten in „Globalost Sunday“, Dramaturg Vincent Bozek arbeitete bei „Plastikseele“ mit. Dieses Team ist fast so etwas wie eine Familie. Und vielleicht ist ja Samir Akika manchmal auch ein wenig Mutter. Und Vater. Und Kind.

Das Tanzstück „Me&MyMum“ feiert am Freitag, 5. März, um 20 Uhr im Theater im Pumpenhaus in Münster seine Uraufführung. Weitere Vorstellungen: 6. März (Samstag), 10. März (Mittwoch), 12. März (Freitag) und 13. März (Samstag), jeweils um 20 Uhr.
Karten gibt es zu 13, ermäßigt 7,50 Euro im Theater im Pumpenhaus, Tel. (02 51) 23 34 43.


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