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Calw (dpa) Die Bundeswehr-Elitetruppe Kommando Spezialkräfte ist verstärkt auf der Suche nach Frauen. «Wir wollen uns eine "feminine Kompetenz" aufbauen», sagte Brigadegeneral Heinz Josef Feldmann am Dienstagabend beim KSK-Jahresempfang in Calw im Schwarzwald.
KSK auf der Suche nach Frauen: «Wir wollen uns eine "feminine Kompetenz" aufbauen». Foto: Detmar Modes/ Archiv (Foto: dpa)
«Es geht dabei um die Erweiterung unseres Fähigkeitsprofils, es geht um unsere Ausrichtung in der Zukunft», so Feldmann. Derzeit dienen rund 50 Soldatinnen beim KSK. Bei den eigentlichen Kommandosoldaten, die unter anderem in Afghanistan im Einsatz sind, ist jedoch noch keine Frau.
«Es geht um eine andere Art von Kommando-Soldaten», umschrieb es Kommandeur Feldmann. Man entwickle ein Konzept. Doch noch seien viele Fragen offen. Im März sollen 20 bis 30 ausgewählte Soldatinnen nach Calw kommen. Danach will man das Konzept konkretisieren.
Bisher sind Bewerberinnen an den körperlich extrem harten Aufnahmetests gescheitert. Vor allem tagelange Fußmärsche mit schwerem Gepäck zeigen Soldatinnen ihre Grenzen auf. Nach früheren Berichten sollen die Anforderungen für Frauen heruntergestuft werden, um Soldatinnen für Spezialeinsätze zu gewinnen. Ein Sprecher der Truppe wies dies am Dienstagabend aber zurück.
Die 1996 aufgestellte und geheim operierende Elitetruppe ist auf militärische Sonderaufträge im Ausland und auf die Bekämpfung von Terroristen spezialisiert. Rund 1300 Soldaten zählt das gesamte KSK, inklusive Unterstützungssoldaten und Forschungsabteilung. Die genaue Zahl der Kommandosoldaten bleibt geheim.
Die Elitesoldaten werden unter anderem in Nahkampf, Fallschirmspringen, Abseilen aus Hubschraubern, Sprengen sowie im Überleben unter Extrem-Bedingungen unterrichtet. Von den mehreren hundert Bewerbern im Jahr schaffen die Testphase nur etwa zehn Prozent.
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