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Medienhaus Lensing
05.03.2010 18:54 Uhr
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Zwischenlager Ahaus: Atomtransporte mehrmals pro Woche

AHAUS Mehrmals wöchentlich und über Jahre hinweg sollen demnächst Transporte von schwach- und mittelradioaktiven Abfällen ins Zwischenlager Ahaus rollen. Nach dem derzeitig gültigem Ausstiegsszenario werden bis zum Jahr 2040 rund 280 000 Kubikmeter dieser Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung entstehen.von Stefan Grothues

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Schacht Konrad: In über 800 Metern Tiefe sollen hier schwach- und mittelradioaktive Abfälle endgelagert werde, (Grothues)

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ie werden aber nur zum Teil in Ahaus zwischengelagert. Das Bundesamt für Strahlenschutz sieht den Entsorgungsweg für diese Abfälle als geklärt an. 2014 soll das Endlager Schacht Konrad in Betrieb gehen. Fragen und Antworten:

  • Wann wird der erste Transport mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen ins Ahauser Zwischenlager rollen? „Ich glaube nicht, dass es noch lange dauern wird“, sagt Burghard Rosen, Sprecher des Zwischenlagers und rechnet eher in Wochen als in Monaten.. Die Bezirksregierung Münster hat die Einlagerung im vergangenen November genehmigt. Allerdings fehlt noch eine Änderungsgenehmigung des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS). „Wir prüfen sorgfältig. Ich kann Ihnen keinen Zeitpunkt für die Genehmigung nennen“, sagt BfS-Sprecher Florian Emrich.
  • Was sind das für Abfälle und woher kommen sie? Es handelt sich vor allem um Abfälle aus dem Betrieb und der Stilllegung von Atomkraftwerken: schwach- und mittelradioaktive Bauteile, Schrott, Kupferkabel, Bauschutt aber auch Kleidung und Putzlappen.
  • Wie sind die Abfälle verpackt? Die Abfälle werden zerkleinert, verpresst und in Tonnen gefüllt, die wiederum in Stahlblechcontainern gelagert werden. Für die Endlagerung werden die Stahlblechcontainer zusätzlich mit Beton gefüllt. Größere schwachradioaktive Anlagenteile werden in Folie verpackt. Mittelradioaktive Abfälle in stärker abschirmenden Mosaik-Behälter verpackt.
  • Wie gefährlich sind die Transporte?  Nach einer Sicherheitsanalyse der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit im Auftrag der im Auftrag des Bundesumweltministeriums und des BfS bergen die Transporte von schwach- und mittelradioaktiven Abfällen keine Gefahr für Mensch und Umwelt – selbst bei nicht auszuschließenden Unfällen. Atomkraftgegner sehen das anders.
  • Wann steht Schacht Konrad als Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle zur Verfügung? In Ahaus dürfen die Abfälle maximal zehn Jahre zwischengelagert werden. Das Genehmigungsverfahren für Schacht Konrad ist abgeschlossen und höchstrichterlich bestätigt worden. Zurzeit laufen die Ausbauarbeiten in dem stillgelegten Erzbergwerk. In Kürze beginnt der Bau der oberirdischen Annahmestelle. „2014 soll das Endlager annahmebereit sein – aber nageln Sie mich nicht fest, vielleicht erst 2015“, so BfS-Sprecher Emrich.
  • Ist das Atommüllproblem damit gelöst? Nein. Die schwach- und mittelradioaktiven Abfälle stellen zwar den Löwenanteil dar – aber nur volumenmäßig. In Bezug auf Radioaktivität machen sie nur 0,1 Prozent des Atommülls aus. 99,9 Prozent der Aktivität liegen in den hochradioaktiven abgebrannten Brennelementen, für die es nach wie vor kein Endlager gibt. Dafür soll das Salzbergerwerk in Gorleben weiter erkundet werden.


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