http://ad.de.doubleclick.net#oms.muensterland-zeitung.de#entertainment#dcopt=ist;#1511192036#728#90#2
http://ad.de.doubleclick.net#oms.muensterland-zeitung.de#entertainment##290800221#120#600#3
Medienhaus Lensing
15.03.2010 17:20 Uhr
Schriftgröße: A A A

Im Interview: Erol Sander über Vorurteile, Ordensschwestern und Jugendsünden

MÜNCHEN Er ist gut aussehend und gut im Geschäft – aber auch fest vergeben und absolut treu. Mit Natascha Aßmann sprach der türkischstämmige Schauspieler Erol Sander über seine Familie, über Klischees und die Jahre auf einem katholischen Internat. Von Natascha Aßmann

«
1/2
»

Er ist gut aussehend und gut im Geschäft - aber auch fest vergeben und absolut treu - Erol Sander. (Foto: dpa)

Artikel aus diesem Ressort
Lust auf mehr? Dann testen Sie uns! Erhalten Sie unsere Tageszeitung zwei Wochen lang gratis.
Sie sind gerade zum zweiten Mal Papa geworden. Waren sie nervös?
Sander: Klar, da ist man immer nervös.

Sie haben wieder einen Jungen bekommen. Wie sieht’s aus mit einem Mädchen?
Sander: Wir machen solange weiter, bis eines kommt.

Das könnte noch viele Kinder geben…
Sander: Wir geben nicht auf.

Ob Junge oder Mädchen – Ihre Kinder können stolz auf Sie sein. Laut „Bild“ sind Sie der schönste Mann im deutschen TV. Geht das nicht runter wie Öl?
Sander: Das ist so ein Riesen-Kompliment, da fühlt man sich geehrt. Da kann ich mich nur bedanken.

Gibt es Liebesbrief-Alarm im Hause Sander?
Sander: Es kommt schon sehr viel Post.

Auch Liebesbriefe?
Sander (zögert): Gehört dazu.

Was sagt Ihre Frau dazu?
Sander: Die kennt meine Leidenschaft als Schauspieler, wir sind seit 14 Jahren zusammen und glücklich.

Aber beim Drehen sind Sie schon von schönen Frauen umgeben. Angelina Jolie, Saskia Valencia. Nett, oder?
Sander: Ja, das sind schöne Frauen. Doch das ist mein Beruf, nicht mein Privatleben. Zu Hause habe ich meine Frau, die kennt mich, die weiß, wie ich funktioniere. Ich brauche meine Frau.

In Ihrem neuen ARD-Film „Alpenklinik“ geht es dramatisch zu: Tod einer Schwangeren, Morphium-Klau, Erbkrankeiten, Sehstörungen. Viel Stoff für 90 Minuten…
Sander: Das ist ein Krankenhaus. Da passiert viel. Es soll ja auch spannend sein.

Sie wirken häufiger in Herzschmerz-Filmen mit. Als Sie im „Tatort“ einen türkischen Familienvater gespielt haben, hieß es im Forum: „Sander macht sich besser in seichten Liebesfilmen.“ Schmerzt das?
Sander: Wenn mich jemand gerechtfertigt kritisiert, ist das in Ordnung. Wenn mich jemand kritisiert, weil er neidisch ist, hat er ein Problem. Ich habe diese Rolle so umgesetzt, wie Regisseur und Autoren es wollten, wollte aber nicht das Klischee besetzen, dass der türkische Familienvater seine Kinder schlägt, da habe ich mich gewehrt.

Hatte man von Ihnen verlangt, die Rolle im „Tatort“ klischeehaft zu spielen?
Sander: Nein, aber wir haben uns viel ausgetauscht. Wichtig war mir, zu zeigen, diese türkische Familie ist beruflich erfolgreich, sie ist in der Gesellschaft integriert, übt aber ihre Religion und Traditionen aus. Auch die Frau war stark – wie in einer deutschen Familie. Es sollte nicht polemisiert oder polarisiert werden.

Ist das die Realität oder wünschen Sie sich das so?
Sander: Darüber spreche ich nicht so gerne. Denn wenn wir über Ausländer reden, bauen wir nur Mauern auf. Und das bringt nichts. Es ist gut, mit seinen Mitbürgern in Frieden zusammenzuleben, sich den Gesetzen des Landes, in dem man lebt, anzupassen. Ich glaube, dass der Großteil unserer muslimischen Mitbürger in friedlicher und geschlechtlich respektvoller Form miteinander lebt.

Sie sind mit fünf Jahren aus der Türkei nach Deutschland gekommen und auf ein katholisches Internat gegangen. Ungewöhnlich…
Sander: Meine Mutter war eine anständige Frau, die für zwei Kinder aufkommen musste. Sie musste sie ganz allein ernähren und erziehen – sie brauchte jemanden, dem sie vertrauen konnte. Und wem kann man mehr vertrauen als Klosterschwestern?

Haben Sie die Werte, die auf dem Internat vermittelt wurden, sehr geprägt?
Sander: Ich kann gut mit vielen Menschen zusammensein, das lernt man in Internat.

Haben Sie sich willkommen gefühlt auf dem Internat?
Sander: Welches Kind geht freiwillig auf ein Internat?

Man bleibt lieber bei den Eltern…
Sander: Der Anfang ist schwer. Im Endeffekt ist es aber eine gute Zeit, man hat einen Riesenspaß und gewöhnt sich daran, seine Eltern nur alle zwei Wochen zu sehen.

Haben Sie auch Streiche gespielt auf dem Internat?
Sander (lacht): Sonst wäre ich kein Kind gewesen.

Ein Beispiel bitte…
Sander: Nee.

Verdrängt?
Sander: Nein. Das war lustig damals, aber ich möchte auch Vorbild sein.


Gute Quote

1

Assauer-Film bewegt die Zuschauer

Rudi Assauer und seine Tochter Betty.

Berlin Die aufwendige ZDF-Langzeitbeobachtung über den an Alzheimer erkrankten Rudi Assauer kam beim Publikum gut an: 2,50 Millionen Zuschauer sahen zu später Stunde den Film über den Ex-Manager von Schalke 04. mehr...

ZDF-Film

2

Assauer-Doku: Ein wertvoller Film - zur falschen Sendezeit

Rudi Assauer leidet an Alzheimer. Foto: Ingo Wagner

Gelsenkirchen Rudi Assauer hat viel erlebt in seinen 67 Lebensjahren. Er hatte sich daran gewöhnt eine öffentliche Person zu sein. Es genossen. Doch dann erkankte der ehemalige Schalke-Manager an Alzheimer. Vermutlich wird er sich nun zurückziehen. Eine ZDF-Dokumentation ist der letzte Akt seines Offenbarungs-Prozesses. mehr...

ARD-Talk floppt

3

Gottschalk: Blonder Engel ist auch nur ein Mensch

Es läuft noch nicht rund für Thomas Gottschalk. Foto: Soeren Stache

Berlin Er war der Messias der deutschen Fernsehunterhaltung. Keine Sendung war europaweit so erfolgreich, wie Thomas Gottschalks "Wetten, dass..?", keine hatte so viele Zuschauer in allen Altersgruppen. Doch nach seinem Ausstieg tut sich der blonde Engel schwer. Seine ARD-Talkshow zeigt: Gottschalk ist eben auch nur ein Mensch. mehr...

4

Großonkel soll 17-Jährige vor 20 Jahren getötet haben

Die Krawatte, mit der vor 20 Jahren ein 17-jähriges Mädchen ermordet wurde, wird von der Kriminalpolizei in Heidelberg bei einer Pressekonferenz präsentiert. Foto: Christian Jung

Heidelberg (dpa) Mehr als 20 Jahre nach dem Mord an einem Mädchen hat die Polizei dank neuester Technik den mutmaßlichen Mörder identifiziert. Der damals 63 Jahre alte Großonkel soll seine Nichte niedergeschlagen und dann mit einem Schlips erdrosselt haben. mehr...

5

Spaß und Not durch Frost in Europa

Ein Schiff liegt in Hannover am Ufer vom stark vereisten Mittellandkanal. Foto: Julian Stratenschulte

Berlin (dpa) Eisige Kälte und eisiges Vergnügen: Osteuropa leidet unter Extremfrost, Deutschland genießt Winterfreuden wie Schlittschuhlaufen auf zugefrorenen Seen. In Hannover werden am Wochenende Zehntausende zum Schlittschuhlaufen auf dem Maschsee erwartet. mehr...

Lade TED
 
Abstimmung wird geladen, bitte warten...
 


http://ad.de.doubleclick.net#oms.muensterland-zeitung.de#entertainment##2130878403#350#125#12
Weitere Themen
Im November 2009 beschloss der GM-Verwaltungsrat überraschend, Opel doch zu behalten.

Hintergründe und Rückblick

Opels langer Weg

Alle Entwicklungen beim Großkonzern und dem Werk in Bochum.  mehr...

Die Fracking-Methode macht vielen Bürgern Angst. Hier demonstrieren Bürger aus Lünne im Emsland.

Widerstand wächst

Gasbohrungen in NRW

Geplante Erdgas-Bohrungen der Energiekonzerne sorgen für Konflikte.  mehr...

DFB-Museum in Dortmund

Fußball

Das Fußball-Museum des DFB kommt nach Dortmund! 2014 wird es eröffnet.  mehr...

Interview-Serie

Ein Gespräch in der Chefetage

Wir fühlen Top-Managern aus der deutschen Wirtschaft auf den Zahn.  mehr...

http://ad.de.doubleclick.net#oms.muensterland-zeitung.de#entertainment##1630868415#300#250#4
Kontakt | Impressum | AGB | Datenschutz

Weitere Angebote aus dem Medienhaus Lensing:
RuhrNachrichten.de | MuensterscheZeitung.de | DorstenerZeitung.de | HalternerZeitung.de | GrevenerZeitung.de | Emsdettener Volkszeitung.de
Heja-BVB.de | Nahraum.de | Immomia