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Medienhaus Lensing
FC Schalke 04
08.09.2010 18:00 Uhr
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Star-Stürmer vorgestellt: Schalke setzt auf Huntelaars Tor-Hunger

GELSENKIRCHEN Der neue Stürmer Klaas-Jan Huntelaar versprach den Schalkern bei seiner Vorstellung am Mittwoch viele Treffer. Trainer Felix Magath erwartet eine zweistellige Tor-Quote. Frank Leszinski

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Schalker Hoffnungsträger: Klaas-Jan Huntelaar wurde am Mittwoch offiziell präsentiert. (Foto: dpa)

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Rund 50 Medienvertreter tummelten sich gestern im Innern der Veltins-Arena. Fotografen kämpften wieder einmal um die besten Plätze. Doch Seb interessierte das herzlich wenig. Der 17 Monate alte Sprössling von Klaas-Jan Huntelaar schlief tief und fest im Arm von Maddy, der Freundin von Schalkes neuem sportlichen Hoffnungsträger.

Deshalb bekam Seb auch nicht mit, wie sein Papa stolz von Trainer Felix Magath aus einem blau-weiß geschmückten Spielertunnel unter königsblauen Klängen in die Mixed-Zone der Veltins-Arena geleitet wurde. Dort und später sogar in der Mannschaftskabine absolvierte der teuerste Einkauf der Vereinsgeschichte (14 Millionen Euro) einen Interview-Marathon und präsentierte stolz sein neues Schalke-Trikot mit der Nummer 25.

"In jedem Spiel treffen"

Was die Fans von ihm erwarten, weiß Huntelaar nur zu gut: „Ich will möglichst in jedem Spiel treffen. Aber am wichtigsten ist natürlich der mannschaftliche Erfolg“, betonte der Stürmer, der mit großem Selbstvertrauen im Gepäck anreiste. Denn mit fünf Toren in zwei Europameisterschafts-Qualifikationsspielen hat der 27-Jährige eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er ein „Knipser“ ist, wie ihn Schalke sehnlichstgesucht hat.

Felix Magath erwartet von Huntelaar dann auch eine zweistellige Torquote, „das kann man ja an seiner Rückennummer ablesen“, sagte der Schalke-Trainer mit einem Augenzwinkern. Der 57-Jährige war gestern ohnehin gut gelaunt. „Ich habe lange überlegt, ob ich Poldi oder Huntelaar holen soll. Nach dem Länderspiel-Doppelpack bin ich sicher, dass ich richtig entschieden habe“, meinte Magath in Anspielung auf Nationalspieler Lukas Podolski, der in zwei EM-Qualifikationsspielen nur einmal für Deutschland erfolgreich war.

Zusammen mit Raul, den er noch aus gemeinsamen Tagen bei Real Madrid kennt, will Huntelaar in der Bundesliga für Furore sorgen. „Wir passen gut zusammen“, glaubt der Niederländer, der gestern das erste Mal mit seinen neuen Mannschaftskameraden trainierte.

Gespräch mit Youri Mulder

Bevvor sich Huntelaar zum Wechsel nach Gelsenkirchen entschloss, suchte er auch das Gespräch mit seinem Landsmann und früherem Schalker Stürmer Youri Mulder. „Er hat nur Positives über Schalke berichtet. Deshalb war Schalke für mich erste Wahl, auch wenn ich noch einige andere Angebote hatte,“ betonte Huntelaar, der schon am Freitag in Hoffenheim sein Debüt im Schalke-Trikot geben wird.Felix Magath ist fest davon überzeugt, dass sein neuer Kader mehr Qualität aufweist als in der vergangenen Saison.

„Die neuen Spieler werden neue Impulse geben. Das Ganze muss sich jetzt so schnell wie möglich harmonisieren. Wir wollen nicht nur gut, sondern auch erfolgreich spielen,“ sagte der Trainer, der natürlich weiß, dass Fußball ein Ergebnissport ist.

Beeindruckende Referenzen


Huntelaar soll Schalke nach oben schießen. Seine Tor-Referenzen bei seinen bisherigen Clubs sind bis auf eine Ausnahme beeindruckend. In Heerenveen waren es 17 Tore in 15 Spielen, bei Ajax Amsterdam 33 Treffer in 46 Partien und schließlich bei Real Madrid 76 Tore in 92 Begegnungen. Nur zuletzt beim AC Mailand lief es für den 27-Jährigen nicht so gut.

Acht Tore in 20 Spielen und die Aussicht, mehr auf der Bank zu sitzen als auf dem Platz zu spielen, bestärkten Huntelaar in seinen Wechselabsichten. Was auch Freundin Maddy erfreute, die sich in Mailand nicht mehr wohl fühlte. Und Seb? Der schlummerte ganz friedlich weiter vor sich hin.



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