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Die Scorpions machten als erste Besucher einen Rundgang durch die Schau "Rock You Like A Hurricane" in Gronau. Und wie man sieht: Gitarrist Rudolf Schenker, Sänger Klaus Meine und Bandkollege Matthias Jabs (von links) waren begeistert. (Foto: Sabine Müller)
Wie fühlt es sich an, wenn die eigenen Mützen, Jacken und Erinnerungen plötzlich in Glasvitrinen ausgestellt sind? Die Scorpions wollten's wissen und kamen höchstpersönlich zur Eröffnung ihrer eigenen Ausstellung "Rock You Like A Hurricane" ins Rock'n'Popmuseum. Niemand Geringeres als die fünf Musiker waren somit bereits im Januar die allerersten Besucher der Schau.
Fotostrecke Die Scorpions zu Gast im Rock'n'Popmuseum Gronau
„Vor einem Jahr kam die Anfrage“, erzählt Sänger Klaus Meine. „Da haben wir nicht lange überlegt.“ Die Musiker kramten in ihren Garderoben, holten Plateauschuhe und Lederjacken hervor. „Wir haben schon früh viel aufgehoben und in schönen Schränken verwahrt“, erinnert sich Gitarrist Rudolf Schenker. „Aber eher wegen Charity-Aktionen. Wir dachten, es gibt bestimmt Leute, die irgendwann viel Geld dafür ausgeben.“
Für die Schau misteten die Scorpions ihre Schränke aus
In Vitrinen hängen und liegen jetzt bunte Hemden, mit Nieten besetzte Jacken, ein roter Mantel und durchgelatschte schwarze Wildlederstiefeletten. „Beim Rundgang gab es großes Gelächter: Man, wie seid ihr denn rumgelaufen?“, erzählt Meine.
Fotostrecke Bilder-Rundgang durch die Scorpions-Schau in Gronau
"Rock You Like A Hurricane" zeigt die Band-Geschichte
Die Scorpions haben nicht nur in Deutschland sämtliche Preise abgeräumt, sondern auch in Europa, Japan und den USA neue Verkaufsrekorde aufgestellt. Selbst bei Musiker-Kollegen und prominenten Fans sind sie beliebt: Die Smashing Pumkins oder auch Gerhard Schröder drehen angeblich das Radio auf, sobald die Scorpions laufen.
Die Schau "Rock You Like A Hurricane" in Gronau lässt die Geschichte der Band lebendig werden - ausgestellt sind Bühnenkleidung, Instrumente aber auch Song-Texte, Preise und Ehrungen, Fotografien und Filmmitschnitte. Sogar ausgefallene Fangeschenke wie einen echten Meteoriten dürfen die Besucher bestaunen.
Besonders sehenswert: Die Interviewsequenzen mit den Bandmitgliedern.Sämtliche - auch politisch beeinflusste - Höhepunkte der Bandgeschichte sind in der Ausstellung multimedial und interaktiv aufbereitet. Dass die Skorpions echte "Rockstars zum Anfassen" sind, kann man zum Beispiel im 3D-Kino herausfinden.
Wann?
Bis 26. August, mittwochs bis sonntags 10 bis 18 Uhr
Wo?
Rock’n’Popmuseum Gronau, Udo-Lindenberg-Platz 1
Was kostet das?
Erwachsene 7,50 Euro, Kinder bis sechs Jahren frei, Familienkarte 16 Euro
Scorpions - Die Bandgeschichte in Kürze
Die Scorpions stehen seit 47 Jahren auf der Bühne. Zunächst nannten sich die Newcomer aus Deutschland schlicht „Nameless“. Erst ein Jahr nach der Gründung taufte sich die Band in „Scorpions“ um. Es begann mit einer Tour über die Dörfer, die sie bald quer durch Europa und nach Japan führte.
Ende der 1970er Jahren schaffte die Band den Sprung in die USA und erlangte weltweite Bedeutung. Mit dem globalen Hit „Wind Of Change“, untermauerten sie ihren Ruf als Meister der Powerballade.
Nach einem schöpferischen Tief Ende der 1990er Jahre setzten zwei Projekte der Hard-Rocker eine Zäsur. Mit dem Crossover-Projekt „Moment Of Glory“ in Kooperation mit den Berliner Philharmonikern und dem Unplugged-Album „Acoustica“ verließen die Hannoveraner ihre musikalischen Pfade. Auf den letzten Alben in den 2000er Jahren treten sie das Gaspedal des Hard-Rock wieder voll durch.
Einen festen Kern bilden bis zum heutigen Tage Gitarrist und Gründungsmitglied Rudolf Schenker und Sänger Klaus Meine, der bereits 1970 zur Band hinzu stieß. Als Matthias Jabs 1978 die Lead-Gitarre von Uli Jon Roth übernahm, stand das maßgebliche Trio fest, das die Scorpions endgültig in den Rock-Olymp brachte und auch heute noch weltweit große Bühnen bespielt.