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Bäume an der Irena-Sendler-Gesamtschule gefällt

mlzUmgestaltung Schulgelände

Die Irena-Sendler-Gesamtschule bekommt eine neue Außenanlage. Dazu gehört, dass mehrere Bäume gefällt werden. Am Montag rückte eine Fachfirma mit schwerem Gerät an.

Ahaus

, 11.02.2019 / Lesedauer: 3 min

Im Verwaltungsdeutsch heißt es „Räumung des Baufeldes“. Vor Ort war damit am Montagmorgen das Fällen von Bäumen gemeint. Eine Fachfirma setzte auf dem Gelände der Irena-Sendler-Gesamtschule an der Straße Hof zum Ahaus die Säge an. Die Baumfällarbeiten gehören zur Umgestaltung der Außenanlagen der Gesamtschule.

An der Einfahrt zum Schulgelände türmte sich am Montagmittag das frisch geschlagene Holz. Die Bäume, darunter Eichen, Buchen und Eschen, standen zuvor unter anderem rund um den Lehrerparkplatz. Dass für die Neugestaltung des Außenbereichs der Schule Bäume gefällt werden, war in den vergangenen Monaten kontrovers diskutiert worden . Das Ergebnis mehrerer politischer Debatten und der Beteiligung der Bevölkerung: Entgegen der ersten Planungen dürfen einige größere Exemplare auf dem Schulgelände stehen bleiben.

Bäume an der Irena-Sendler-Gesamtschule gefällt

An der Schuleinfahrt an der Straße Hof zum Ahaus stapelte sich am Montag das geschlagene Holz. © Christian Bödding

Möglich macht das zum Beispiel ein Versatz in der Zufahrt zum Lehrerparkplatz, ein Schlenker in der Ausfahrt – um einen Baum herum – und eine verringerte Straßenbreite auf dem Parkplatz von sechs Metern auf 3,50 Meter.

Wie viele Bäume an der Gesamtschule gefällt werden, das kann aktuell der Liste für die Baum- und Gehölzpflege entnommen werden, die die Stadt auf ihrer Homepage veröffentlicht hat.

Über 100 Maßnahmen

Dort hat die Stadtverwaltung für jede der über 100 geplanten Maßnahmen den Ort und die Art der Arbeiten beschrieben. Aufgeführt ist zum Beispiel das Fällen von sieben Linden an der Hindenburgallee und das Schlagen von drei Bäumen am Feuerwehrgerätehaus Ottenstein. Der Großteil der „Gehölzliste“ betrifft die Kronenpflege und den Rückschnitt, das sogenannte auf den Stock setzen. „Regelmäßiger Rückschnitt erhält die Funktion vieler Gehölze und sorgt für einen vitalen Baum- und Strauchbestand in der Stadt“, heißt es auf der städtischen Homepage. Viele Bäume und Sträucher würden nach der Pflege schnell wieder austreiben.

Bäume an der Irena-Sendler-Gesamtschule gefällt

Die Stadt arbeitet derzeit die „Gehölzliste“ für das Winterhalbjahr 2018/19 ab. Das Foto zeigt das Ergebnis von „Baumpflegearbeiten“ an der Legdener Straße. © Christian Bödding

Doch an einigen Stellen ist auch mit der Baumpflege nichts mehr zu erreichen. Dann muss gefällt werden. Gründe, so die Verwaltung, seien zum Beispiel Veränderungen im Verkehrsraum, neue Straßen oder Radwege. Zwei Beispiele: Eine Eiche am Stadtpark und eine Eiche am Spielplatz Fliederweg/Dahlienweg würden die Verkehrssicherheit gefährden.

An der Martinistraße in Wessum gibt es noch einen ganz anderen Grund, warum dort ein Baum gefällt werden muss: Vandalismus. Bereits vor zwei Jahren war dort ein etwa zehn Jahre alter Baum beschädigt worden. Jetzt hat es den nachgepflanzten Baum getroffen. „Er war etwa fünf Jahre alt“, teilte Marc Frieler vom Büro der Bürgermeisterin am Montag auf Anfrage mit. „Durch den Vandalismus löste sich die Rinde vom Baum.“

2500 Kubikmeter Holz

Bis Ende Februar, zum Beginn des Vogelschutzzeitraums, sind voraussichtlich etwa 98 Prozent der auf der Gehölzliste stehenden Arbeiten abgeschlossen, erklärte Marc Frieler. Das dabei anfallende Holz, etwa 2500 Kubikmeter, vermarktet die Stadt über die Forstbetriebsgemeinschaft.

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