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Den Grünen fehlen öffentliche Toiletten in der Innenstadt

mlzProjekt „nette Toilette“

Die Grünen möchten das Projekt „nette Toilette“ in Ahaus etablieren. Dabei sollen gastronomische Betriebe in der Innenstadt ihre Toiletten Besuchern kostenlos zur Verfügung stellen.

Ahaus

, 09.02.2019 / Lesedauer: 3 min

Ahaus sei eine lebens- und liebenswerte Stadt, begann Klaus Löhring (Grüne) seinen Vortrag in der Sitzung des Hauptausschusses am Donnerstagabend. „Das sollte spürbar sein und bleiben.“ Doch nicht immer ist eine „spürbare Erleichterung“ möglich. Deshalb der Grünen-Vorschlag: In den Etat für 2019 sollten 10.000 Euro eingestellt werden für eine Teilnahme am Netzwerk „Die-nette-Toilette.de“.

Kostenlose Toilettennutzung

Die Idee dahinter: Gastronomische Betriebe erhalten einen Aufkleber, der am Eingangsbereich angebracht wird. Der Aufkleber dient der Bevölkerung als Leitsystem und Hinweis, dass in der jeweiligen Gaststätte die Toilette umsonst benutzt werden kann. Piktogramme zeigen, ob auch Wickeltisch und Behindertentoilette angeboten werden. Der Betrag könne im Etat mit einem Sperrvermerk versehen werden, erläuterte Klaus Löhring. „Wenn die Wirte nicht mitziehen, kann man das Geld einsparen.“ Er hoffe aber, dass sich einige Gastronomen beteiligen.

Abfrage

„Kann man machen“, sagte Thomas Vortkamp (CDU) zum Ansinnen der Grünen. „Aber den Ansatz von 10.000 Euro halte ich für zu hoch.“ Die Grünen wollen mit dem Betrag unter anderem die Nutzungsrechte erwerben und mit Flyern und Plakaten auf die Teilnahme hinweisen. Bürgermeisterin Karola Voß regte an, dass Ahaus Marketing und Touristik abfragen wird, welche Gastronomiebetriebe in der Innenstadt sich am Projekt beteiligen wollen. Andreas Dönnebrink (SPD) schlug vor, auch die Gewerbetreibenden in der Innenstadt anzusprechen. Auch das soll geschehen.

Toiletten an der „Westernstadt“

Ein weiterer Antrag der Grünen befasste sich mit den nicht vorhandenen „Örtlichkeiten“ am Leuchtturmspielplatz im Freizeitgelände Ork. „Wir denken dabei auch an Oma und Opa, die dort mit ihren Enkelkindern unterwegs sind“, erklärte Klaus Löhring. An der „Westernstadt“ fehle es an einer Toilettenmöglichkeit. Es ließe sich vielleicht eine sogenannte Trockentoilette installieren, die keine Kanalisation brauche, erläuterte Löhring.

Hinweisschilder

Die Verwaltung nannte mehrere Argumente, die gegen den Bau von „Solitär-Toilettenanlagen“ sprechen würden. Sie seien nicht nur sehr pflegeaufwendig, sondern würden auch häufig unliebsame Begleiterscheinungen zur Folge haben. „Vandalismus“, nannte Beigeordneter Werner Leuker eine davon. Als erste Maßnahme sollen Hinweisschilder aufgestellt werden, die auf die Toiletten im nahegelegenen Aquahaus hinweisen. Werner Leuker: „Sie werden jetzt schon vereinzelt von Besuchern des Freizeitgeländes genutzt.“

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