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Frederik Vos und Milla Becker sind das neue Kinderprinzenpaar in Ottenstein. Sie erzählen von der Geheimnistuerei am Anfang und erklären, warum jetzt eine Discokugel über der Straße hängt.

Ahaus

, 04.02.2019 / Lesedauer: 3 min

Eine königliche Hoheit zu sein, macht Spaß – aber auch viel Arbeit. Das neue Kinderprinzenpaar der Burggeister kann ein Lied davon singen. Für Prinz Frederik Vos (12) kam die Nominierung überraschend. „Ich kam gerade vom Fußballtraining nach Hause und da hat meine Mutter mir das erzählt“, sagt er. Zuvor hatte der Burggeistervorstand bei Frederiks Eltern Conny und Matthias Vos angefragt. „Wir hätten Freddy zu nichts gedrängt, wenn er gesagt hätte, dass er das nicht möchte“, sagt seine Mutter. Doch Frederik nahm mit Freuden seine Chance wahr. Fehlte nur noch die passende Regentin an seiner Seite.

„Wir haben zuerst seine alte vierte Klasse durchgearbeitet, da waren ein paar dabei, die infrage kamen. Wir haben nämlich überlegt, wer immer gut drauf ist“, erzählt Conny Vos. Schließlich fiel die Wahl des jungen Prinzen aber auf Milla Becker. „Dann haben wir überlegt, wie wir das Milla sagen“, erklärt der Zwölfjährige. Keine einfache Aufgabe, obwohl die Familien befreundet sind.

„Ich habe noch nie so viel gelogen wie jetzt“

„Hätte ich eins und eins zusammengezählt, hätte ich’s gemerkt!“, ist sich die Elfjährige sicher. Bei einem Grillabend ließ Freddy die „Bombe“ platzen. Er schenkte Milla eine Krone, an der ein Zettel mit der Frage „Willst du meine Prinzessin sein?“ befestigt war. Das Mädchen sagte spontan zu und die Gerüchteküche begann zu brodeln. „Freddy kam eines Tages von der Schule nach Hause und sagte: ‚Ich hab noch nie so viel gelogen wie jetzt‘“ erinnert sich Conny Vos.

Das Geheimnis musste schließlich gewahrt bleiben, bis der Kandidat zur Prinzenwahl vor den Kinderelferrat trat. „Ich bin einstimmig gewählt worden“, sagt Frederik stolz. Auch für Prinzessin Milla gab es Applaus, als er sie dem Konsortium vorstellte. Doch das war erst der Anfang: Für die Auslosung des Prinzessinnengefolges musste eine Party organisiert werden. „Die kamen dann zu uns, und wir hatten alles schon vorbereitet: Ufos, Kuchen und Ballons mit Zetteln drin“, sagt Milla. Neben den Funken Fabia Engler und Isabell Wiesner fiel das Los auf die Hofdamen Romy Engler und Hanna Rewer sowie Burgfräulein Paula Beuting.

Frederik Vos und Milla Becker erzählen, wie sie Kinderprinzenpaar geworden sind

Aktuell bereitet sich das Kinderprinzenpaar auf den großen Gala-Büttnachmittag vor. © privat

Den ersten Vorgeschmack auf die Ottensteiner Karnevalskultur bekamen die Regenten bei der Kinderprinzenproklamation. „Das war eine richtig schöne Proklamation. Die Familien und Nachbarschaften haben sich richtig ins Zeug gelegt und sogar Geschenke vorbereitet“, sagt Mutter Alexandra Becker.

Eine Discokugel über der Straße

Bis in den späten Abend feierten große und kleine Narren gemeinsam. Sogar die Häuser der beiden wurden von den Nachbarn mit Kränzen geschmückt. „Bei uns hängt inzwischen eine Discokugel über der Straße“, meint Conny Vos schmunzelnd. Auch das große Prinzenpaar gratulierte seinen Nachwuchskollegen und kam nach der Party mit zum Spiegeleieressen. Anschließend rief wieder die Pflicht. Lächeln für die offiziellen Thronfotos und die Herstellung zahlreicher Buttons für die Fans gehören nun einmal dazu.

Im Moment feilt das Kinderprinzenpaar an den närrischen Paragrafen, die Freddy beim großen Gala-Büttnachmittag verlesen wird. Doch würden die beiden sich den Stress ein zweites Mal antun, wenn sie die Gelegenheit hätten? „Ich würde das wohl machen“, meint Frederik zuversichtlich. Und Milla ergänzt: „Es wäre doch cool, wenn wir dann auch zusammen mal großes Prinzenpaar werden.“

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