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Mehrere Jugendliche an Ahauser Schule von Krätze betroffen

mlzKrätze

In Ahaus müssen einige Schüler des Alexander-Hegius-Gymnasiums derzeit zu Hause bleiben. Sie haben Krätze, eine ansteckende Hautkrankheit. Die Schulleitung hat Vorsichtsmaßnahmen ergriffen.

Ahaus

, 28.02.2019 / Lesedauer: 3 min

Quälend juckende Haut, unerträglich, Tag und Nacht, am ganzen Körper. Die Diagnose: Krätze. Davon betroffen sind aktuell einige Schüler des Alexander-Hegius-Gymnasiums in Ahaus. Weniger als fünf Jugendliche seien es, berichtete Schulleiter Michael Hilbk am Mittwoch in einem Telefonat mit unserer Redaktion. An der Herta-Lebenstein-Realschule in Stadtlohn ist aktuell ein Schüler von der Hautkrankheit betroffen. Das sagte Karlheinz Gördes, Pressesprecher des Kreises Borken, auf Anfrage.

Zwischenmenschliche Kontakte

Die Krätze (Skabies) kommt weltweit vor und betrifft Personen jeden Alters. Krätzmilben können überall, wo es zu engeren zwischenmenschlichen Kontakten kommt, übertragen werden. Zum Beispiel zwischen Familienmitgliedern oder spielenden Kindern. Am Ahauser Gymnasium wurde in der vorvergangenen Woche der erste Krätze-Fall bekannt. Die Schulleitung und das Kollegium ergriffen verschiedene Maßnahmen. Die Lehrer seien unterrichtet worden und hätten ihrerseits die Schüler über die Krätze und deren Übertragungswege informiert. Merkblätter und Infomaterial des Kreises Borken seien an Schüler und Eltern verteilt worden, berichtete Michael Hilbk.

Elternbrief der Schulleitung

Die Schulleitung verfasste zudem einen Elternbrief. „Es ist wichtig, mit dem Thema offen umzugehen“, sagte der Schulleiter. Vor allem gelte es, Vorsorge- und Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Körperkontakt solle vermieden werden. Michael Hilbk: „Wir haben unseren Schülern auch gesagt, auf ausschweifende Begrüßungen zu verzichten.“ An die Sportlehrer erging die Aufforderung, wegen des möglichen Körperkontaktes keinen Turnunterricht zu geben.

Gesundheitsamt verständigen

Für Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen gelten besondere Regeln: Tritt die Krankheit dort auf, muss das Gesundheitsamt verständigt werden. Die Pflicht haben zuvor laut Infektionsschutzgesetz auch Eltern. Sie müssen die Einrichtung informieren, wenn ihr Kind an Krätze erkrankt. Die erkrankten Kinder dürfen die Einrichtung nicht mehr besuchen.

Schüler müssen Attest vorlegen

So ist es derzeit auch mit den betroffenen Schülern. „Erst muss der Arzt grünes Licht geben“, erklärte Schulleiter Michael Hilbk. Vorzulegen ist ein Attest des Arztes, dass die Krankheit abgeheilt ist.

Um eine Verbreitung zu verhindern, rät der Kreis Borken zu besonderen Vorsichtsmaßnahmen: Bettwäsche, Handtücher und Kleidung sollten – soweit möglich – bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. (Wohn-)Bereiche, in den Symptome wie Juckreiz aufgetreten sind, sollten gründlich desinfiziert werden.

206 Krätze-Fälle im Jahr 2018

Eine Krätze-Erkrankung deutet aber nicht unbedingt auf mangelnde eigene Hygiene hin. „Mitschüler sollten keine voreiligen Schlüsse ziehen“, sagte Michael Hilbk. Gleichwohl würden sich Eltern natürlich Sorgen machen.

Im Jahr 2018 wurden insgesamt 206 Krätze-Fälle bei der Kreisverwaltung in Borken gemeldet. Im Jahr 2017 waren es 142 Fälle. In diesem Jahr verzeichnet die Statistik des Kreises Borken bislang 22 Fälle (Stand 15. Februar).

Krätze: Auf dieser Webseite gibt es Informationen dese Robert-Koch-Institutes zum Infektionsweg, zu Schutz- und Hygienemaßnahmen.
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