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Schlechte Nachrichten für die Kunden des Postbank-Finanzcenters in Ahaus: Die Filiale an der Bahnhofstraße wird voraussichtlich im Februar schließen.

von Alex Piccin

Ahaus

, 06.09.2018 / Lesedauer: 3 min

Im längsten Fall noch ein halbes Jahr können Ahauser ihre Postbank-Angelegenheiten im Finanzcenter an der Bahnhofstraße erledigen. Auch Briefmarken kaufen oder Pakete versenden ist nur noch bis Anfang des kommenden Jahres möglich. „Die Filiale wird voraussichtlich im Februar 2019 geschlossen“, sagt Dieter Pietruck von der Pressestelle der Deutschen Post auf Nachfrage.

Wirtschaftliche Gründe

Der Grund für die Schließung sei wirtschaftlicher Natur und auf Beobachtungen des Kundenverhaltens zurückzuführen. Immer mehr Kunden heben Geld vom Automaten ab und nutzen das Onlinebanking. Hartmut Schlegel, zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Postbank, stellt klar: „Auch wenn es auf den ersten Blick anders scheint, rechnet sich eine Filiale nicht mehr überall.“

Außerplanmäßig geschlossen war die Filiale hingegen am 30. August. Der Grund war ein unvorhersehbarer Personalausfall. Zudem waren sogenannte Springer nicht verfügbar. Hartmut Schlegel bekräftigt, dass in solchen Fällen eine temporäre Schließung erfolge, „da wir aus Sicherheitsgründen für Kunden und Mitarbeiter jederzeit das Vier-Augen-Prinzip gewährleisten müssen.“

Da die Post einen Rahmenvertrag mit der Postbank hat, können ihre Kunden auch bei der Postbank Sendungen verschicken. Diese lotet im engen Austausch mit der Post unterschiedliche Optionen für den neuen Standort aus, um für alle Beteiligten eine tragfähige Lösung zu finden. Eine Aufgabe des Postbank-Standorts sei nicht wünschenwert, aber möglich. „Natürlich liegt uns eine gute Erreichbarkeit und guter Service für alle unsere Kunden am Herzen. Gleichzeitig müssen wir wirtschaftlich handeln und unsere Kosten decken“, betont Hartmut Schlegel. Die nächstgelegenen Postbankfilialen befinden sich in Gronau und Coesfeld.

„Shop im Shop“

Die Vorbereitungen, einen passenden Nachfolgestandort zu finden, laufen. Dabei wird es wohl auf eine sogenannte „Shop-im-Shop“-Lösung hinauslaufen, wie es bereits einige in Ahaus gibt. Diverse Rahmenbedingungen müssen dafür stimmen. „Die Vorlaufzeit beträgt gut zwei Monate“, so Dieter Pietruck. Auf Post- dienstleistungen müssen die Kunden jedenfalls nicht verzichten, versichert er. Erst wenn ein Partner gefunden ist und die Verträge rechtskräftig sind, werde die Filiale an der Bahnhofstraße geschlossen.

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