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Das Engagement der Ehrenamtlichen in Ahaus wird mit der Ehrenamtswoche gewürdigt. Für die Politiker ist eine Ehrenamtskarte deshalb nicht erforderlich.

Ahaus

, 14.09.2018 / Lesedauer: 3 min

Für die Würdigung des ehrenamtlichen Engagements der Bürger in Ahaus reicht die Ehrenamtswoche. Dieser Ansicht ist der Rat. Das Gremium sprach sich in seiner Sitzung am Dienstag mit großer Mehrheit gegen die Einführung der Ehrenamtskarte aus. Thomas Vortkamp (CDU-Fraktionsvorsitzender) brachte es auf den Punkt: „Ich glaube, dass die Einführung einer Ehrenamtskarte schwieriger ist, als darauf zu verzichten.“

Die Diskussion im Rat fußte auf zwei Anträgen. So hatte der Ahauser Christian Kauling-Alfert für das Soziale Bündnis Niederrhein die Einführung einer Ehrenamtskarte in Ahaus beantragt. Die Grünen-Fraktion wollte die Verwaltung mit einer Abfrage beauftragen. Sie sollte bei den Ehrenamtlichen in Erfahrung bringen, ob eine Ehrenamtskarte in Ahaus eingeführt werden soll.

Vergünstigungen in ganz NRW

Klaus Löhring (Grüne) hob auf die Vorteile der Karte ab: „Die sich Engagierenden bekommen in ganz NRW Vergünstigungen“ – wenn sie denn im Besitz einer Karte sind. Der Antrag der Grünen sei nicht gegen die Ehrenamtswoche in Ahaus gerichtet, erklärte Klaus Löhring. „Es kann beides existieren.“ Mathilde Fischer (SPD) erinnerte an alte Ratsdebatten aus dem Jahr 2011, die 2013 darin mündeten, dass eine „Woche des ehrenamtlichen Engagements“ ins Leben gerufen wurde. Mathilde Fischer: „Es ging darum, die Ehrenamtlichen zu belobigen.“ Der Weg, den der Rat gefunden habe, sei „total gut etabliert“. Die Ehrenamtswoche zähle fast 1000 Teilnehmer.

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Der Rat habe gut daran getan, auch damaligen Überlegungen zur Einführung eines Ehrenamtspreises eine Absage zu erteilen. Mathilde Fischer: „Ehrt man den einen, tritt man dem anderen auf die Füße.“ Sollte Ahaus jetzt zusätzlich die Ehrenamtskarte einführen, würde die Stadt eine Doppelförderung vornehmen. Die rund 25.000 Euro, die die Ehrenamtswoche koste, seien gut investiertes Geld. Mit Blick auf die Erfordernisse für den Erhalt der Ehrenamtskarte sagte die Sozialdemokratin: „Für uns ist jedes Engagement gleich viel wert.“

„Es ist gut wie es ist“

Die Ehrenamtskarte wird an Ehrenamtliche vergeben, die durchschnittlich wenigstens fünf Stunden pro Woche oder 250 Stunden im Jahr aktiv sind. Das sei nicht immer einfach zu bescheinigen, erklärte Mathilde Fischer. Namens der SPD-Fraktion sagte sie: „Eigentlich ist es gut so, wie es ist.“ Dem schloss sich Renate Schulte für die UWG-Fraktion an. „Wir würden gerne bei der Ehrenamtswoche bleiben.“

Thomas Vortkamp erinnerte an die Anstrengungen, in Sachen Ehrenamt den „Ahauser Weg“ gefunden zu haben. Auch wenn andere Kommunen die Ehrenamtskarte hätten, ein Programm wie Ahaus mit der Ehrenamtswoche hätten sie nicht.

Dietmar Eisele (Grüne) sagte, der Antrag seiner Fraktion sei differenzierter zu sehen. „Wir sind mit der damals gefundenen Lösung glücklich.“ Es sei nur um eine Abfrage bei den Ehrenamtlichen gegangen. Eine Mehrheit gab es im Rat dafür nicht.

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