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Zuletzt nur drei Punkte in der Liga, dazu das Pokal-Aus und der gefühlte K.o. in der Champions League: Lucien Favre erlebt seine erste Krise als BVB-Trainer. Der Schweizer muss Lösungen finden - und zwar schnell.

Nürnberg

, 19.02.2019 / Lesedauer: 3 min

Äußerlich blieb Lucien Favre ganz ruhig. Er lächelte immer mal wieder ein wenig verlegen. So, wie er das am vergangenen Mittwoch in London auch getan hatte. Der BVB-Trainer nahm auch den vierten emotionalen Tiefschlag innerhalb von nur zwei Wochen relativ gelassen zur Kenntnis. 0:0 in Nürnberg, 0:0 beim Schlusslicht, 0:0 nach zwei Ligaspielen ohne Sieg, einem Aus im DFB-Pokal und einem ziemlich vernichtenden 0:3 bei den Tottenham Hotspur in der Champions League. Das war zu wenig.

Er mache sich keine Sorgen, hatte Favre nach dem Spiel in London gesagt - und am Montagabend in Nürnberg sagte er es wieder. Er mache sich nie Sorgen, erklärte der Schweizer mit einem Augenzwinkern. Die Enttäuschung sei da, aber er habe auch positive Dinge gesehen, es gebe halt solche Phasen, die Chancen seien da gewesen, er wolle jetzt weiterhin positiv bleiben, es habe nicht viel gefehlt, nur Details.

Die Sorgen sind überfällig

Ob Details oder mehr, Fakt war: Es hatte etwas gefehlt, schon wieder. Natürlich Marco Reus, der Kapitän, dessen Ausfall seit der Halbzeitpause des Bremen-Spiels in direktem Zusammenhang mit den fehlenden Ergebnissen seit Anfang Februar steht. Aber es hätte freilich auch ohne Reus zu mehr reichen müssen. Nicht nur in Nürnberg.

Und wer genau hingesehen hatte, fand neben den positiven Dingen, von denen Favre sprach, eben auch viele negative. Deshalb sind Sorgen langsam angebracht, wahrscheinlich sind sie sogar überfällig. Denn dem BVB fehlte es in Nürnberg an Tempo, an Genauigkeit und letzten Endes auch an der nötigen Entschlossenheit, den Sieg gegen einen biederen Gegner irgendwie zu erzwingen. Die Vielspieler wirkten und wirken müde. Axel Witsel, Jadon Sancho, auch Achraf Hakimi, der gegen den Club eine Pause verordnet bekam.

Schlüsselspiel gegen Leverkusen

Favre hat nun fast eine komplette Trainingswoche Zeit, um den Schlüssel zum Erfolg wiederzufinden. Vielleicht kommen die Tage auf dem Trainingsgelände in Brackel gerade recht, um den Schalter wieder umzulegen, um den einen oder anderen verletzten Spieler wieder an die Mannschaft heranzuführen.

Lucien Favre erlebt seine erste Krise als BVB-Trainer - und muss schnell Lösungen finden

Peter Bosz kehrt am Sonntag mit Bayer Leverkusen zurück in den Signal Iduna Park. © dpa

Am Sonntag gastiert Bayer Leverkusen im Signal Iduna Park. Die Werkself kommt mit vier Siegen aus den vergangenen vier Bundesligaspielen, mit Ex-Trainer Peter Bosz, mit viel Zug nach vorne. Es wird ein Schlüsselspiel für Borussia Dortmund. Ohne Wenn, ohne Aber. Noch ist, rein tabellarisch, nicht zu viel passiert. Drei Punkte Vorsprung auf die Bayern sind noch übrig - und der BVB muss am kommenden Sonntag ein Signal senden. An die Liga, aber vor allem an sich selbst. Lucien Favres Lächeln würde das gut tun.

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