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Mario Götze findet beim BVB den Weg zurück zum Glück - und in die Nationalmannschaft?

mlzBorussia Dortmund

Mario Götze betreibt beim 3:1-Sieg des BVB gegen den VfB Stuttgart weiter Werbung in eigener Sache. Für eine Einladung zur Nationalmannschaft – und für eine Vertragsverlängerung beim BVB.

Dortmund

, 10.03.2019 / Lesedauer: 4 min

482 Tage. Ein Jahr und fast vier Monate. Es ist lange her, dass Mario Götze das letzte Mal für die deutsche Nationalmannschaft auf dem Fußballplatz stand. Am 14. November 2017 in Köln war das, ein 2:2 gegen Frankreich. Götze kam nach 65 Minuten für Ilkay Gündogan ins Spiel – und kurz vor dem Schlusspfiff zeigte er mit einem einzigen Ballkontakt, was für ein besonderer Fußballer er sein kann.

Götze lief in den Strafraum, Mesut Özil, der ebenfalls ein besonderer Fußballer sein kann, spielte ihn an – und Götze legte auf engstem Raum mustergültig für Lars Stindl auf, der zum späten Ausgleich für die DFB-Elf traf.

Götze mit kontinuierlichem Aufschwung seit dem Winter

In den vergangenen 482 Tagen ist viel passiert. Bei der Nationalmannschaft, aber auch bei Götze. Eine enttäuschende Rückrunde mit dem BVB im Frühling, eine verpasste Weltmeisterschaft im Hochsommer, ein schwieriger Start unter Lucien Favre im Spätsommer, eine erlösende Wendung zum Guten im Herbst und ein kontinuierlicher Aufschwung im Winter: Es ging lange bergab, aber dann stetig wieder aufwärts.

Mario Götze findet beim BVB den Weg zurück zum Glück - und in die Nationalmannschaft?

Der 14. November 2017 in Köln: Mario Götzes bislang letzter Auftritt in der Nationalmannschaft - beim 2:2 gegen Frankreich. © imago

Im Frühjahr 2019 nun spielt Götze so gut und so konstant Fußball, wie er es schon lange nicht mehr getan hat – und eigentlich kommt Joachim Löw nicht an seinem WM-Helden von 2014 vorbei, wenn er in dieser Woche den Kader der Nationalmannschaft für die Länderspiele gegen Serbien am 20. März in Wolfsburg und gegen die Niederlande am 24. März in Amsterdam bekannt gibt.

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„Er hat in den vergangenen Wochen viele gute Spiele abgeliefert. Er war auch heute wieder sehr engagiert, ist viel gelaufen“, sagte Sebastian Kehl, der Leiter der BVB-Lizenzspielerabteilung, gewissermaßen Götzes Vorgesetzter, am Samstagabend nach Borussia Dortmunds 3:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart.

Götze mit starker Bilanz gegen Stuttgart

Götze lief nicht nur viel, er lief sogar am meisten von allen BVB-Spielern. 12,2 Kilometer spulte der 26-Jährige ab, der wie schon gegen Tottenham im offensiven Mittelfeld an der Seite von Kapitän und Kumpel Marco Reus spielte. Götze hatte 108 Ballkontakte, bestritt die meisten Zweikämpfe (34), brachte 89 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler, setzte Paco Alcacer im ersten Durchgang zweimal mustergültig in Szene und bereitete das 3:1 durch den eingewechselten Christian Pulisic in der Nachspielzeit punktgenau vor.

Mario Götze findet beim BVB den Weg zurück zum Glück - und in die Nationalmannschaft?

Mario Götze (l.) jubelt Axel Witsel und Christian Pulisic, dem Torschützen zum 3:1. Es war Götzes fünfte Torbeteiligung in den jüngsten fünf Bundesliga-Spielen. © imago

Die Zahlen sprachen also für sich, den Rest übernahm Kehl. „Er bewegt sich unheimlich gut in den Räumen. Mario hat nach anfänglichen Problemen in dieser Saison richtig Fahrt aufgenommen“, sagte er und hob Götzes Flexibilität hervor, „Neuneinhalb. Zehn. Acht. Es gibt viele Positionen, die Mario spielen kann. Heute hat’s im Mittelfeld gut geklappt. Wie gegen Tottenham auch schon.“

Götzes Wandlung vom Sorgenkind zum Hoffnungsträger

Egal ob im Sturm oder im Mittelfeld, aus dem Sorgenkind vom Saisonbeginn ist ein Hoffnungsträger im Saisonendspurt geworden. Götze hat sich zurückgekämpft – und könnte zeitnah auch zur Nationalelf zurückkehren. Im Sommer, als Löw keinen Platz für Götze in seinem WM-Aufgebot hatte, sagte der Bundestrainer, Götze bleibe ein Spieler „mit außergewöhnlichen Fähigkeiten“. Und Götze sagte, er werde alles dafür tun, „um wieder in den Kader der Nationalmannschaft zu kommen“. Er hat Wort gehalten, jetzt liegt es an Löw.


Über Götzes Zukunft beim DFB wird bald Klarheit herrschen, über seine Zukunft beim BVB wird in Ruhe gesprochen werden. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke erklärte kürzlich, er sei bei der Personalie Götze ganz entspannt.

Watzke bei der Personalie Götze ganz enstpannt

„Mario hat noch einen Vertrag. Wir haben keinen Druck, dass wir sagen, wenn er nicht verlängert, dann wird er im Sommer verkauft. Das sehe ich überhaupt nicht. Ich gehe hundertprozentig davon aus, dass Mario nächstes Jahr bei uns spielt. Wir haben so ein enges Vertrauensverhältnis und viel gemeinsam durchgestanden – von dem Wechsel zu den Bayern und zurück sowie die schwere Erkrankung.“

Götzes Vertrag beim BVB läuft noch bis zum 30. Juni 2020. 477 Tage. Ein Jahr und fast vier Monate. Götze weiß wohl am besten, wie viel in dieser Zeit passieren kann. Beim BVB, bei der Nationalmannschaft – und bei Götze selbst.

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