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Allein in New York

Das Szenario ist absolut prickelnd, eine der malerischsten Endzeitvisionen überhaupt: New York als Asphaltdschungel. Pflanzen wuchern im Rinnstein, Frösche quaken am Times Square. Rudel von Hirschen zwischen verlassenen Autos in den Straßenschluchten.

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Nur in Rückblenden zu sehen: Robert Neville (Will Smith) will seine Tochter Marley retten. Willow Smith ist auch im wahren Leben das Töchterchen des Schauspielers. Foto dpa

Neville (Will Smith) durchstreift das menschenleere New York.

 

Post-apokalyptische Romantik. Es gibt noch einen Vertreter der Menschheit: Will Smith spielt Robert Neville, der die Todesseuche überlebt hat. Der letzte King of New York.

"I Am Legend" ist die dritte Verfilmung eines SF-Romans von Robert Matheson. Berühmter als die Version von 1964 ist Boris Sagals "Der Omega-Mann" (1971), mit Charlton Heston. Damals hatte ein bakteriologischer Weltkrieg die Menschheit ausgerottet. Jetzt ist ein Virus schuld, das sich vom Impfstoff zum Massenkiller entwickelt. Neville scheint als Einziger immun zu sein.

Nachts kommen die Mutanten

Tagsüber durchstreift er die Stadt. Jagt Hirsche oder spielt Golf auf einem Flugzeugträger. In der Videothek leiht er alphabetisch Filme aus.

Er spricht mit Schaufensterpuppen oder mit seinem Schäferhund: bester Freund des letzten Menschen. Nachmittags piept Nevilles Uhr. Zeit nach Hause zu gehen. Denn mit der Dunkelheit kommen die Anderen. Das Mutantenpack...

In Mathesons Buch hat Neville sie aufgestöbert und ihnen den Garaus gemacht. Im "Omega-Mann" waren sie eine Bruderschaft von Albino-Mönchen. Hier kriechen blutrünstige, grunzende Berserker aus ihren Löchern, Zombie-Sprinter wie in "28 Days Later". Neville geht ihnen aus dem Weg, igelt sich nachts in seinem Wohnbunker ein.

In der ersten Hälfte lebt Francis Lawrences Film von Schauplätzen und morbider Stimmungsmalerei. Allein in der toten Millionen-Metropole. James Newton Howards Score glänzt auch mal durch Abwesenheit, kostet klug die Stille aus. Später, wenn Horden von rechnergenerierten Bestien losstürmen, zerrt die Action an den Nerven, knetet uns ordentlich durch. Atmosphärisch stark, mit menschelnden Momenten und satten Adrenalinschüben. Könnte ein Klassiker werden.

 Ab 10. Januar im Kino.

 

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Nur in Rückblenden zu sehen: Robert Neville (Will Smith) will seine Tochter Marley retten. Willow Smith ist auch im wahren Leben das Töchterchen des Schauspielers. Foto dpa

Neville (Will Smith) durchstreift das menschenleere New York.

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