Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Theater Dortmund

Ballett-Gala war ein Tanzfest der Kontraste

DORTMUND Erste Solisten aus acht Tanzhäusern waren die Stars der 26. Ballettgala in Dortmund. Darunter war ein Paar, das die Tanzfreunde besonders fasziniert.

Ballett-Gala war ein Tanzfest der Kontraste

Lucia Lacarra und Marlon Dino waren die Gala-Stars aus den Reihen des Dortmunder Balletts. Sie tanzten jedoch nicht die „Kameliendame“ wie auf dem Foto, sondern eine Choreografie von Remi Wörtmeyer.

Lucia Lacarra und Marlon Dino waren die Lokalmatadoren aus Dortmund – Weltstars, die in Xin Peng Wangs vorzüglicher Compagnie vor einem Jahr eine neue Heimat gefunden haben. Sie beendeten das Treffen der Weltspitze des Tanzes als letzter Stargast vor dem Finale des Dortmunder Balletts mit der Choreografie „Penumbra“ von Remi Wörtmeyer – zum Dahinschmelzen schön und so vollendet harmonisch getanzt, wie es wohl nur ein (Ehe-) Paar zeigen kann, das so lange miteinander tanzt.

„Kontraste“ waren der rote Faden der Gala. Die Dortmunder Compagnie erinnerte an den gleichnamigen Dreierabend der vergangenen Saison – virtuos und humorvoll wie in „Rain Dogs“ von Johan Inger zu Musik von Tom Waits. Stilistisch überwog – nach der sehr klassischen Jubiläumsgala im Juni – an den beiden ausverkauften Abenden der moderne Tanz.

Männer-Pas-de-deux

Großartig war die Uraufführung von Maurice Causeys „Clap! Clap“, virtuos getanzt von Filipa de Castro und Carlos Pinillos vom Ballet of Portugal. Und die Perfektion, mit der Jurgita Dronina und Isaac Hernández vom Ballett in Kanada und London Hans van Manens „Two pieces for Het“ und das Solistenpaar von der Semperoper William Forsythes „New Sleep“ präsentierten, sieht man eben nur bei Weltklasse-Galas wie denen in Dortmund.

Auch ein Abend der Männer-Pas-de-deux war dieses Tanzfest. Iker Murillo und Vitali Safronkine demonstrierten in der Uraufführung „Continuo“ von Alessandro Marcello nicht nur Kraft, sondern auch ein Höchstmaß an Eleganz und zuvor in „Matching Thoughts“ perfekte Harmonie. Und auch Marijn Rademaker, nach langer Verletzungszeit wieder zurück auf der Bühne, und Timothy van Poucke begeisterten mit wunderbaren, originellen Hebefiguren und Schrittfolgen.

Traumhafte Köperbeherrschung

Die sind beim klassischen Ballett, in den Petipa-Choreografien, vertrauter. Ayako Ono und Yudai Fukuoka präsentierten sie in „Sylvia“ von Delibes und dem Hochzeits-Pas-de-Deux aus „Dornröschen“ blitzsauber und in japanischer Perfektion getanzt. „Giselle“ war ein Tanz-Märchen in Weiß, von Jurgita Dronina und Isaac Hernandez mit weichen Bewegungen und einer traumhaften Körperbeherrschung vorgeführt.

Anzeige
Anzeige