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Bilder von Freiheit hängen im Knast

HERNE Ein leer stehendes Gefängnis in Herne wird zur Kunstgalerie auf Zeit. Und was hängt die "Off-Art Metropole Ruhr" hier auf? Natürlich Bilder zum Thema Freiheit.

von Von Julia Grunschel

, 22.08.2007
Bilder von Freiheit hängen im Knast

<p>Im Hof des Herner Gefängnisses liegt schon ein Kunstwerk aus Seilen. Foto van Ooyen</p>

Die Gefängniszellen stehen seit langem leer, vom Leben auf dem beengten Raum in der Herner Zweigstelle der Justizvollzugsanstalt Castrop-Rauxel zeugen nur noch die Schmierereien an den Wänden.

Das soll sich ändern: Die leer stehende Haftanstalt wird zum Kunst-Knast. Zumindest bis Ende des Jahres darf das Netzwerk "Off-Art Metropole Ruhr" die Haftanstalt mit neuem Leben füllen. Dann macht das Gebäude einem Neubau Platz, der das vereinigte Amtsgericht Herne, das Arbeitsgericht und die Bewährungshilfe beherbergt.

Mit ihren Bildern von Freiheit wollen rund 20 Kunst- und Kulturschaffende den Besucher in den kommenden Monaten mit unerwarteten Einblicken, Inszenierungen und Aktionen verstören. "Im Kunst-Knast begegnen sich Künstler aus verschiedenen Sparten, lernen sich kennen und finden über das Kennenlernen zur Zusammenarbeit und Interaktion, so dass am Ende etwas Neues entsteht", erklärt Reiner Kaufmann vom Atelier Das Gelbe Haus aus Recklinghausen.

Start mit "Ouvertüre"

Das Projekt startet am Donnerstag, 23. August, ab 18 Uhr mit einer "Ouvertüre". Diese soll einen Vorgeschmack auf die "Laborphase" des Projekts "KunstKnast Emscher Valley 2007" geben, die bis Anfang Oktober läuft. In dieser Zeit nähern sich die Künstler der Haftanstalt, denen, die dort einsaßen, und ihrer Geschichte auf kreative Weise an.

Vernissage am 26. Oktober

Der Veranstaltungsbetrieb beginnt am 26. Oktober mit einer Vernissage. Bis zum 31. Dezember gibt es dann Projekte, Workshops und Veranstaltungen. "Zu jeder Zeit ist die Öffentlichkeit miteingebunden", so Reiner Kaufmann.