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Dortmunder Philharmoniker

Botschaft von Freude und Brüderlichkeit eröffnet Konzertjahr

Dortmund Beethovens neunte Sinfonie mit Schillers „Ode an die Freude“ erklingt meist, wenn neue Häuser eröffnet werden. Und Neujahr. Nach sieben Jahren haben die Dortmunder Philharmoniker mit dem Werk das Konzertjahr eröffnet, das sie im Juli mit Mahlers „Sinfonie der Tausend“ krönen wollen.

Botschaft von Freude und Brüderlichkeit eröffnet Konzertjahr

Der Dortmunder Generalmusikdirektor Gabriel Feltz dirigierte das Neujahrskonzert im Opernhaus. Foto: Menne Foto: Dieter Menne Dortmund

Zuletzt ist die Neunte in Dortmund am 1. Januar 2011 erklungen - sogar zeitgleich von zwei Orchester (den Dortmunder Philharmonikern und Marc Minkowskis „Musiciens du Louvre“) im Opernhaus und Konzerthaus Dortmund.

Schillers Ode an die Freude

Das 1825 uraufgeführte Werk mit den Gedichtzeilen „Alle Menschen werden Brüder“ passt in diese unruhige Zeit. Insofern vermittelte die Aufführung der Dortmunder Philharmoniker am Neujahrsabend im Opernhaus (Dienstagabend noch einmal) auch eine politische Botschaft.

Einen Riesenchor, bestehend aus dem Dortmunder Opernchor, dem Sinfonischen Chor und dem Jugendkonzertchor der Chorakademie, hatte Generalmusikdirektor Gabriel Feltz hinten auf der Bühne platziert.

Weit mehr als hundert Sänger jubelten am Schluss die Freude in den Saal. Das klang überwältigend, wenngleich man in der Akustik des Opernhauses große Abstriche machen muss. Ohne Konzertmuschel klingt dort alles etwas dumpf.

Leise Klänge gingen in dieser Akustik unter

Feltz dirigierte wie sonst in der transparenteren und brillanteren Konzerthaus-Akustik, nämlich differenziert und mit Mut zu leisen Klängen, die in diesem Raum jedoch untergingen. Auswendig führte der Generalmusikdirektor, die große Besetzung durch die vier Sätze.

Bohrend entlockte er dem Orchester im ersten Satz kernige Klänge, impulsiv klang das Scherzo, und im dritten Satz ließ Feltz die Musiker mit weichem Ton zeigen, was gemeint ist, wenn später die Solisten „Wo Dein sanfter Flügel weilt“ singen.

Sangmin Lee war der großartige Bariton, der das Chaos der Welt den Worten „O Freunde, nicht diese Töne“ wegwischt. Akiho Tsujii (Sopran), Ileana Mateescu (Mezzo) und Joshua Whitener (Tenor) komplettierten das homogene Solistenensemble.

Radetzky-Marsch ohne Dirigent

Den Silvesterklassiker, den Radetzky-Marsch, gab‘s als Zugabe. Und den spielte das Orchester auch ohne Dirigenten, der in währenddessen dem Publikum mit Sekt zuprostete.

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