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Die letzten Tage einer Legende

DORTMUND Geschichte hat Konjunktur im Fernsehen. Insbesondere dann, wenn es Personen sind, die sie verkörpern. Dieses Prinzip macht sich die zwölfteilige Doku-Reihe „Die letzten Tage einer Legende“ zu Nutze, die Phoenix ab Montag täglich ausstrahlt. Es ist eine Reihe mit historischem Tiefgang und mit beeindruckenen Interviews.

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Die letzten Tage einer Legende

Che Guevara wird in der ersten Folge der Doku-Reihe "Die letzten Tage einer Legende" porträtiert.

Legenden, das sind Menschen, deren Taten oder deren Schicksal die Welt bewegt haben. Ihre Namen sind in der Erinnerung untrennbar verbunden mit einem Lebensgefühl, mit Revolution, Schöpfergeist, Karriere, Schönheit oder dem unbedingten Willen zum Frieden. Die Legenden, das sind aber auch Menschen, die vor allem eines eint: ihr aller Leben endete plötzlich und unter besonders dramatischen oder tragischen Umständen.

Tragischer und dramatischer Tod

Die letzten Tage von Ernesto „Che“ Guevara, dem der erste Teil der Reihe gewidmet ist, waren beides, dramatisch und tragisch. Besessen von dem Gedanken, die Revolution nach Bolivien zu bringen, aber umzingelt von tausenden Regierungssoldaten, sitzt der kubanische Revolutionsheld im Oktober 1967 in den bolivianischen Bergen fest.

Der Film zeichnet das Bild eines Revolutionärs, der letztlich an seiner Ehrlichkeit gegenüber anderen und seiner Unehrlichkeit gegenüber sich selbst scheitert. Fallengelassen von den einstigen Genossen in der sowjetischen und in der kubanischen Regierung kämpft sich der einstige Revolutionsheld einsam, aussichtslos und realitätsverloren seinem Tod durch eine Soldatenkugel entgegen.

Zeitzeugen liefern detailiierte Informationen

Das dokumentiert der Film auf eindrucksvolle, weil enorm detaillierte Weise. Zeitzeugen, ehemalige Guerilleros und bolivianische Soldaten, kommen zu Wort, schildern ihre Sicht der Dinge. Die ist natürlich subjektiv, fügt sich in der Gesamtheit aber zu einem aussagestarken Bild zusammen.

Wer allerdings hofft, in einer Fernsehstunde einen leicht konsumierbaren Abriss über das Leben einer Legende zu erhalten, wird in dieser Reihe nicht bedient. Den Ansatz, die Geschichte der letzten Tage zu erzählen, verfolgen die Autoren in allen zwölf Teilen konsequent. Was sie damit erzeugen ist ein historischer Tiefgang, den nicht viele Fernsehendokumentationen erreichen.

Die Reihe „Die letzten Tage einer Legende“ beginnt am Montag (13.8.) um 22.15 Uhr bei Phoenix mit der Folge über Che Guevara. Die weiteren elf Teile werden an jedem der folgenden Tage außer Sonntags ausgestrahlt. Die Themen: Jim Morrison, Indira Ghandi, Gianni Versace, Sharon Tate, Charles de Gaulle, Aldo Moro, Ayrton Senna, Izchak Rabin, Dian Fossey, Jean Seberg und Anwar el Sadat.

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