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Fantasy-Filmfest Bochum startet

BOCHUM Das Fantasy-Filmfest beginnt am Mittwoch (8.8.) um 20 Uhr in Bochum. Im Eröffnungsfilm "Black Sheep" mischen gefährliche Zombie-Schafe Neuseeland auf.

von Von Sascha Westphal

, 07.08.2007
Fantasy-Filmfest Bochum startet

Im Film "Black Sheep" sind die Schafe gefährlich.

In den ersten zehn Jahren seiner bewegten Geschichte wurde das „Fantasy Filmfest“, dessen Bochumer Ausgabe heute Abend im Union Filmtheater mit Jonathan Kings „Black Sheep“ eröffnet wird, vor allem von harten Horrorfilmen und oft abstrusen Fun-Splatter-Produktionen geprägt. Im Lauf der Jahre haben sich die Gewichtungen verschoben. Nun sind es meist düstere Thriller und bittere Schreckensvisionen, die dem Festival ein unverwechselbares Gesicht geben.

 Auch das 21. „Internationale Festival für Science Fiction, Horror und Thriller“ folgt diesem Trend. Die „French Connection“ überschriebene Sektion, die dem französischen Genrekino die ihm gebührende Plattform gibt, setzt ganz auf Thriller. Aber zumindest am Eröffnungsabend werden nostalgische Gefühle aufkommen. „Black Sheep“ ist überdrehter Fun-Splatter aus Neuseeland, wie man ihn so nur aus den frühen Filmen Peter Jacksons kennt. Und bis zu einem gewissen Grat stellt Jonathan Kings satirische Splatterorgie um eine Herde genmanipulierter Zombie-Schafe sogar dessen Klassiker in den Schatten.

Vielfalt aus Fernost

Der „Focus Asia“ ist schon seit Jahren ein fester Bestandteil des „Fantasy Filmfest“-Programms. Ein Festival ohne Produktionen aus China, Hongkong, Japan und Südkorea kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen.

Der enormen Vielfalt aus Fernost versuchen die Macher des Festivals mit einem großen Asien-Schwerpunkt gerecht zu werden. Als erster Film in der Reihe erlebt heute Abend Xiaogang Fengs „The Banquet“ seine Bochumer Premiere. Dieses mit spektakulären Kampfsequenzen aufwartende Historienepos variiert auf faszinierende Weise Shakespeares „Hamlet“.

Tödliches Buch

Einen ganz anderen Ton schlägt Shusuke Kaneko mit seinen „Death Note“-Filmen an, in denen einem selbstgerechten Jurastudenten ein gefährliches Buch in die Hände fällt. Mit dessen Hilfe kann er jeden Menschen töten, dessen Namen und Gesicht er kennt. Diese Prämisse dient Kaneko als Ausgangspunkt für ein so rasantes wie tiefgründiges Filmdoppel. Aber selbst in den skurrilsten Momenten vergißt Kaneko die tragische Dimension seiner Charaktere nicht, die sich alle nur nach einer besseren Welt sehnen.