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Ehrung für Gesamtwerk

Fritz Eckenga bekommt den Literaturpreis

DORTMUND Der Literaturpreis Ruhr kommt in diesem Jahr nach Dortmund: Der Kabarettist und Schriftsteller Fritz Eckenga erhält den mit 10.000 Euro dotierten Preis, mit dem der Regionalverband Ruhr (RVR) Literatur aus dem Ruhrgebiet fördert.

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Der Dortmunder Schriftsteller Fritz Eckenga erhält den Literaturpreis Ruhr 2011.

Der Literaturpreisträger Fritz Eckenga (r.) mit den diesjährigen Förderpreisträgern Florian Szigat und Christina Leicht.

Der Dortmunder Fritz Eckenga ist ein Multi-Talent. Er dichtet, erzählt, kritisiert, unterhält. „Eckengas Spektrum ist breit“, begründet Laudator Klaus Jägersküpper die Preisvergabe. „Er bedient viele Gattungen. Über Erzählung, Gedicht, Satire bis hin zum Sonett“, so Jägersküpper.Bekannt als Bademeister bei Rocktheater Nachtschicht Doch Eckenga schreibt nicht nur, er ist auch auf der Bühne ein Knüller: Im „Rocktheater N8chtschicht“ war sein Auftritt als Bademeister Kult („Äh! Gehsse mal mitte Pommes vom Beckenrand!“), im Dortmunder Harenberg-Haus gibt’s regelmäßig seine „Mitteilungen für interessierte Dorfbewohner“. Das Radioprogramm des WDR mischt Fritz Eckenga regelmäßig als philosphierender Platzwart auf. Inhaltlich sind Eckengas Werke breit gefächert. Sie handeln von Sport, Politik, Liebesbeziehungen und vom Dichten selbst. „Ich freue mich sehr über den Preis. Er bewirkt, dass meine Arbeit anders wahrgenommen wird“, sagt der Schriftsteller, der abseits der Bühne ruhig und bescheiden auftritt. Viele würden den 56-Jährigen entweder von der Bühne, aus dem Radio oder als Autor kennen. Das breite Schaffen Eckengas aber sei nicht allen bekannt – das ändere der Literaturpreis für sein Gesamtwerk nun.Förderpreise für Christina Leicht und Florian Szigat Neben Fritz Eckenga zeichnet der RVR noch zwei weitere Schriftsteller aus. Die Düsseldorferin Christina Leicht und der gebürtige Wittener Florian Szigat erhalten jeweils den Förderpreis und somit 2550 Euro. Aus 114 eingesendeten Kurzgeschichten wählte die Jury Leichts „Land unter“ und Szigats „Niemandland“ aus. Das Thema, das die Kurzgeschichten in diesem Jahr behandeln sollten, lautete „Keine Kohle“. Christina Leicht – gelernte Juristin –- erzählt von einer fiktiven Schifffahrt über den Ruhrlandsee, auf dessen Grund das Ruhrgebiet liegt. Während die Passagiere vom Schiffsdeck auf die A 40 und Zeche Zollverein schauen, erinnert sich der betagte Vater des Kapitäns noch an das Ruhrgebiet, bevor es „abgesoffen“ ist.Ein Heilmittel aus Steinkohle Florian Szigat, der seit 2008 in Berlin lebt, schreibt über eine Virus-Krankheit, der weltweit Menschen zum Opfer fallen. Doch ein Professor aus dem Ruhrgebiet entwickelt ein Heilmittel: aus Steinkohle. Mit dem Literaturpreis Ruhr, der seit 1986 jährlich vergeben wird, fördert der RVR gezielt die Ruhrgebietsliteratur und zeichnet Autoren aus, die aus dem Ruhrgebiet stammen oder sich der Region thematisch verschreiben. „Leider gibt es hier noch zu wenig Fördermaßnahmen“, bedauert Klaus Jägersküpper und weist auf die Wichtigkeit des Preises hin. „Denn das Ruhrgebiet ist schließlich ein Literaturgebiet.“

Die Preisverleihung findet am 11. November um 19.30 Uhr im Residenzsaal des Schlosses Borbeck in Essen statt.

 

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Der Dortmunder Schriftsteller Fritz Eckenga erhält den Literaturpreis Ruhr 2011.

Der Literaturpreisträger Fritz Eckenga (r.) mit den diesjährigen Förderpreisträgern Florian Szigat und Christina Leicht.

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