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Gospodin will nichts, darf aber doch zu "Stücke 08"

MÜHLHEIM Das Schauspielhaus Bochum und der junge Autor Philipp Löhle haben´s geschafft. Ihre Uraufführung des Stücks „Genannt Gospodin“ über einen liebenswerten Konsumverweigerer in der Regie von Kristo Sagor ist zu den 33. Mülheimer Theatertagen eingeladen worden.

von Von Bettina Jäger

, 11.03.2008
Gospodin will nichts, darf aber doch zu "Stücke 08"

Gospodin (Michael Lippold, hinten) will nichts – noch nicht mal Kleidung.

Eine große Ehre, gilt das Festival „Stücke“ doch als der renommierteste Wettbewerb für Gegenwartsdramatik. 625 000 Euro beträgt der Etat der Leistungsschau, die in diesem Jahr vom 4. bis 24. Mai stattfindet. Dem Sieger winken 15 000 Euro.  Aus 126 deutschsprachigen Dramen hatten Jury-Sprecher Peter Michalzik und seine Kollegen die acht besten Texte auszusuchen. Es seien ihnen „viele sehr gute Stücke begegnet, die etwas Einziartiges, Überraschendes haben“, lobte Michalzik. Zum Schluß kürten das Jury-Quintett (zufällig) vier Stücke von Frauen und vier von Männern, vier erfahrene Schriftsteller und vier Mülheim-Debutanten.

 „Heaven (zu tristan)“: Fritz Kater zeigt zum Auftakt eine liebenswerte, kreative Schar, die aus dem Leben im Plattenbau ´raus will (Gorki Berlin/Schauspiel Frankfurt).

„Lieblingsmenschen“: Ihr allererstes Stück widmet Laura de Weck Studenten, die die Liebe suchen – manchmal nur per SMS (Theater Basel).

 „Kaspar Häuser Meer“: Felicia Zeller traut sich an das Thema eines verwahrlosten Kindes, zeigt das Geschehen jedoch als Komödie im Sozialamt (Theater Freiburg).´

 „Das letzte Feuer“ von Dea Loher: Zwölf Menschen – und alle sind verwickelt in den Unfalltod eines Kindes (Thalia Hamburg).

„Morgen in Katar“: Eine Gruppe reist im Zug, Theresia Walser lässt ab und zu das Thema Islam aufflackern (Staatstheater Kassel).

 „Liebe ist kälter als das Kapital“: Mülheim-Stammgast René Pollesch hat selbst inszeniert, diesmal ganz ohne Stars (Schauspiel Stuttgart).

„hamlet ist tot. keine schwerkraft“: Ewald Palmetshofer lasst zwei Paare streiten, dann über sich selbst in philosophische Monologe ausbrechen (Schauspielhaus Wien).

Wann welches Stück gespielt wird, gibt Festival-Chef Udo Balzer-Reher in den nächsten Tagen bekannt, der Kartenvorverkauf beginnt am 17. März. 

 Infos: Tel. (0208) 45541 12. 

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