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Johan Simons erneuert Schauspielhaus Bochum

Große Namen für das Bochumer Ensemble

Bochum Mit dem neuen Intendanten Johan Simons bleibt am Schauspielhaus Bochum kein Stein auf dem anderen. Der Ex-Ruhrtriennale-Intendant denkt Räume neu und bringt große Namen mit. Er hat nicht nur ein fast komplett neues Ensemble mit unter anderem Sandra Hüller, Jens Harzer und Steven Scharf zusammengestellt.

Große Namen für das Bochumer Ensemble

Johan Simons (3.v.r.) und sein Leitungsteam vor dem neuen Schauspielhaus-Logo Foto: Birgit Hupfeld

Mit seiner Ruhrtriennale-erfahrenen Dramaturgie wird Johan Simons Räume neu und anders bespielen, Tanz, Musik und Bildende Kunst fest am Schauspielhaus Bochum etablieren, kulturelle Vielfalt zu Kunst formen.

Kunst im Oval Office

Wie radikal Simons Team Räume anders denkt, zeigt sich an den Kammerspielen: Stücke wie eine Neufassung der antiken „Oresteia“ des Regisseurs Milo Rau (Premiere: 17.5.) werden „en suite“ gezeigt. Das Bühnenbild wird für Proben und Spielbetrieb also einmal aufgebaut und bleibt dann einige Wochen stehen bis die Inszenierungen abgespielt sind.

Der ovale Bühnenraum des Theater Unten wird zum „Oval Office“ mit täglich bei freiem Eintritt geöffneten Kunstinstallationen. Zum Beispiel vom Enfant terrible der chinesischen Szene Tianzhuo Chen oder dem 82-jährigen amerikanischen Minimal-Music-Künstler Terry Riley.

17 Neuproduktionen

Mit 17 Theater-Neuproduktionen plus Übernahmen und Gastspielen wie Herbert Fritschs Kult-Stück „Murmel Murmel“ und Johan Simons‘ „Penthesilea“-Inszenierung liegt man bewusst unter dem Durchschnitt deutscher Bühnen, um die Kunst nicht in die Stadttheater-üblichen knappen Probezeiten zu pressen.

Der Intendant, der sich künftig ganz auf seine Aufgabe in Bochum konzentrieren will, sorgt für vier Neuproduktionen – unter anderem Lion Feuchtwangers „Die Jüdin von Toledo“ zur Eröffnung am 1. November. Im Januar verschmilzt er Michel Houellebecqs Romane „Plattform“ und „Unterwerfung“.

Gespräche von Norbert Lammert als Extra

Theatertreffen-Dauergast Herbert Fritsch inszeniert Marquis de Sades „Philosophie im Boudoir“ und in der Zeche 1, die wie in den 1990ern Tanzraum wird, entwickeln Regisseure wie Benny Claessens Uraufführungen. Als Extras wird es Gespräche von Norbert Lammert mit Wolf Biermann oder Herta Müller geben und Sonia Mikich moderiert politische Debatten.

Eine erste Begegnung mit dem frisch sanierten großen Haus noch ohne Stühle gibt es am 27. Oktober mit dem bei der Ruhrtriennale etablierten Elektronik-Festival Ritournelle. Und ab Februar 2019 wird das Jubiläum zum 100-jährigen Bestehen des Hauses gefeiert mit dem Liederabend „O, Augenblick“.

Der Vorverkauf startet am 22.9. unter Tel. (0234) 3333 5555.

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