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Neu im Kino

„Hostiles“ ist ein exzellenter Western

Dortmund Blocker ist ein Veteran der Indianerkriege. Er hat Grausames gesehen und gute Freunde verloren. Wenn jemand der Meinung ist, nur ein toter Indianer sei ein guter Indianer, dann ist es er. Für ihn sind die Rothäute „Hostiles“, also Feinde, und so heißt auch der Western von Regisseur Scott Cooper, der alles hat, was Freunde des Genres mögen.

„Hostiles“ ist ein  exzellenter Western

„Blaurock“ Cptn. Blocker (Christian Bale) ist ein harter Hund und ein Indianerhasser. Foto: Universum Film

1892 sind die Indianerkriege Geschichte. Die Stämme leben in Reservaten, wo sie ein Dasein als Almosenempfänger fristen.

In einem Fort in New Mexiko erhält Captain Blocker (Christian Bale) einen Befehl, den er gern verweigern würde: Er soll den kranken Cheyenne-Häuptling Yellow Hawk (Wes Studi) nach Montana begleiten, damit er im Land seiner Ahnen sterben kann.

Ohne Schönfärberei

Widerwillig stellt Blocker einen kleinen Trupp zusammen und reitet los. Durch ein Land, dessen Schönheit (eingefangen in schwelgerischen Panoramen) beinahe vergessen macht, dass die Besiedlung der Weißen auf Gewalt gründet, und der Mythos von Amerikas goldenen Pioniertagen eine hässliche Kehrseite hat.

„Hostiles“ ist einer dieser dreckigen, realistischen Western, die keine Schönfarberei betreiben, sondern von Mord, Totschlag und der Arroganz des weißen Mannes erzählen. Bales Captain ist ein Rassist, der die Cheyenne „eine Brut von Bastarden“ nennt.

Wie ein Blaurock die Rothäute zu respektieren lernt

Im Prolog sehen wir, wie vagabundierende Komantschen eine Farm überfallen und eine Familie auslöschen. Nur die Mutter (Rosamund Pike) überlebt und wird von Blocker aufgelesen. Es gibt sie noch, die letzten freien „Wilden“, Blockers Männer geraten in einen Kampf. Es ist nicht ihr letzter in diesem „Roadmovie“ zu Pferd.

Am Ende der Reise hat die Sippe des Häuptlings sich Blockers Respekt erworben. In dessen Wandlung liegt die Botschaft der Geschichte, die in puncto Action genauso überzeugt wie in ihren atmosphärischen Momenten. Ein Film von leiser Melancholie, prima gespielt (nicht nur von Bale) und superb fotografiert. Western-Freunde werden es mögen.

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