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Neu im Kino

In „Pacific Rim 2“ toben Kolosse durch Tokio, als wäre es Legoland

Was bietet „Pacific Rim – Uprising“ noch, außer seiner Lust an der Gigantomanie?

In „Pacific Rim 2“ toben Kolosse durch Tokio, als wäre es Legoland

Tschüss Tokio: Wenn Giganten durch die Stadt walzen, zerbröseln ganze Wolkenkratzer. Foto: UPI Media

Als Roland Emmerich damals seinen runderneuerten „Godzilla“ in die Kinos schickte, war eine Parole Kern der englischsprachigen Werbekampagne: „Size Does Matter“, Größe zählt doch!

20 Jahre später ist schiere Größe immer noch ein Faktor bei kaufmännisch kalkulierenden Hollywood-Entscheidern, die für die Fortsetzung von „Pacific Rim“ grünes Licht gaben: noch gigantischere Kreaturen, noch mehr Verwüstung? Aber bitte, her damit!

Erstling war ein Zwitter

Schon der Erstling von Guillermo del Toro war ein Zwitter aus dem japanischen Godzilla-Mythos (Monster aus dem Meer), dem „Mutanten & Mechanik“-Topos der „Transformers“-Reihe und diversen Popkultur-Verweisen. Bei del Toro wisperte noch die kosmische Bedrohung durch Aliens und Dimensions-Tore mit.

Auch bei „Uprising“ (Regie: Steven S. DeKnight) bekämpfen Robo-Krieger riesige Viecher aus dem Ozean. Allerdings erst in der zweiten Filmhälfte. Vorher duellieren sich Metallmonster, gute und böse. Das Alien-Thema tritt etwas in den Hintergrund, die Geschichte kreist mehr um Technisches und Technokratisches. Motor aller Schurkerei ist ein Mensch, der sich leider zu sehr für die Biologie der Außerirdischen interessierte.

Scheppern und dröhnen

Auch vom Ensemble her hat die Fortsetzung abgespeckt, aus dem Feld der Namenlosen ragen mal gerade John Boyega („Star Wars“) und Scott Eastwood hervor, sonst kein Kassenmagnet in Sicht. Dafür viel „Frischfleisch“, junge unverbrauchte Gesichter, gern aus Asien, die ein junges, auch asiatisches Publikum ansprechen. Boyegas Figur ist unter Zwang den Kadetten beigetreten, mit ihm die 15-jährige Amara (Cailey Spaeny), die ebenfalls einen der Roboter-Kolosse steuern lernt.

Auf ins Gefecht. Schuppige Mega-Echsen gehen an Land. Ein Schlag ihres Schwanzes pulverisiert Wolkenkratzer, als stapften sie durch Legoland, nicht durch Tokio. Das scheppert, dröhnt, fräst, schneidet, explodiert, ist aber auf Dauer eine ermüdend banale Sache. Teil 1 war farbiger und vielschichtiger und hatte mehr zu bieten.

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