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Buchkritik

John Boyne: „Cyril Avery“

John Boyne beschreibt in „Cyril Avery“ das Leben eines Homosexuellen über 70 Jahre lang.

John Boyne: „Cyril Avery“

Der irische Autor John Boyne ist in Deutschland vor allem mit seinem Holocaust-Roman „Der Junge mit dem gestreiften Pyjama“ (2007) bekannt geworden. Nun hat er sich im 730-Seiten-Wälzer „Cyril Avery“ auf die Suche nach seinen irischen Wurzeln begeben. Er beschreibt darin das Leben Cyrils, der schon früh seine homosexuellen Neigungen erkennt, von der Geburt bis ins Alter.

Doppelmoral, religiöser Eifer, Rückständigkeit und Homophobie sind Themen, die sich durch den gesamten Roman ziehen – aber auch Liebe und familiärer Zusammenhalt.

Spannend geschrieben

Alles beginnt damit, dass im ländlichen Irland im Jahr 1945 Cyrils Mutter, Catherine, im Gottesdienst vor versammelter Gemeinde an den Pranger gestellt wird, weil sie sich als 16-Jährige hat schwängern lassen. Der Pfarrer, der selbst zwei uneheliche Kinder gezeugt hat, zerrt sie an den Haaren aus der Kirche und vertreibt sie aus dem Dorf. Cyril wächst bei Adoptiveltern auf.

Man wird sehr schnell warm mit den Charakteren in diesem Buch und kann irgendwann gar nicht mehr aufhören, zu lesen. Das Ganze ist spannend, rührend und großartig geschrieben.

John Boyne: Cyril Avery, 736 S., Piper, 26 Euro, ISBN 978-3-4920-5853-7.

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