Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Josef würde die neuen Nachbarn mögen

BOTTROP Ja is´ denn schon Kulturhauptstadt? Das Folkwang Museum Essen und das Albers-Museum in Bottrop setzen Maßstäbe, was partnerschaftliche Zusammenarbeit angeht. Während das Essener Haus um- und neugebaut wird, haben 14 wertvolle Werke der amerikanischen Moderne Asyl in Bottrop gefunden.

von Von Bettina Jäger

, 04.10.2007
Josef würde die neuen Nachbarn mögen

Ikone der Moderne: Auch "KSI" von Morris Louis hängt jetzt im Albers-Trakt des Quadrates. Die Museumsdirektoren Heinz Liesbrock (l.) und Hartwig Fischer freut´s.

"Wir sind glücklich, die Werke hier zugänglich zu halten", sagt Hartwig Fischer, Direktor des Essener Museums. "Wir hätten sie sonst ins Depot stecken müssen." Umgekehrt schwärmt Heinz Liesbrock, Direktor in Bottrop, vom Geflecht der Beziehungen zwischen den US-Künstlern und Josef Albers, mit dessen Werken die Gast-Gemälde nun Seite an Seite hängen. "Josef - wie er in Amerika nur gennant wurde - wäre glücklich über diese Gesellschaft", betonte Liesbrock.

Harmonie mit Albers-Werken

Schon seit einigen Wochen hängen die Bilder im Albers-Trakt des Quadrates (wir berichteten), gestern wurde der ungewöhnliche Austausch offiziell vorgestellt. Beide Museen teilen sich die Kosten, wobei der Bottroper Anteil - gemäß den Möglichkeiten der Stadt - etwas kleiner ist.  Und verblüffend ist es schon, wie harmonisch sich die kostbaren Bilder - Werke von Barnett Newman sind heute viele Millionen Dollar wert - in die Albers-Sammlung einfügen. Donald Judds Objekt "Untitled" besteht aus vier quadratischen Röhren, von einen eine ebenso schwarz ist wie die Mitte eines "Homage to the Square"-Bildes von Albers gleich nebenan.

Ikonen der Modernen von Rothko bis Stella

        Auch Werke von Mark Rothko und von Morris Louis und Frank Stellas halbrundes "Basra Gate III" dürfen als Ikonen der Moderne gelten. Und ein Neonröhren-Objekt von Dan Flavin könnte man als Hinweis auf das leuchtende Vorbild verstehen, das eine solche Kooperation für 2010 sein dürfte. Fischer: "Zusammen kommen wir auf jeden Fall weiter, als wenn wir uns voneinander abgrenzen."

 Josef Albers Museum, Quadrat Bottrop: "Amerikanische Malerei", Im Stadtgarten 20, bis Oktober 2009, Di-So 10-18 Uhr.