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Karstadt-Kunst soll Millionen bringen

ESSEN Mit Kunst hat die inzwischen insolvente Warenhauskette Karstadt wohl die besten Geschäfte gemacht. Jetzt kommen 471 Gemälde, die unter anderem in der Essener Unternehmenszentrale hegangen haben, unter den Hammer.

15.04.2010
Karstadt-Kunst soll Millionen bringen

Die»Chromatische Scheiben« von Ernst Wilhelm Nay sind mit 1,90 mal 3,40 Metern eins von fünf Großformaten Nays.

Jahrzehnte hing das großformatige Gemälde "Chromatische Scheiben" des Kölner Künstlers Ernst Wilhelm Nay an einer Wand im großen Sitzungszimmer der Essener Unternehmenszentrale.

Nun soll das für rund 46 000 Euro erworbene Werk unter den Hammer kommen. Experten rechnen mit einem Preis von 500 000 bis 800 000 Euro für das abstrakte Gemälde aus dem Jahr 1960. Millionenwerte Rechtzeitig vor dem in den nächsten Wochen geplanten Einstieg eines Investors oder auch vor der endgültigen Zerschlagung des Unternehmens will Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg das Gemälde versteigern lassen - mit 471 weiteren Kunstwerken aus dem Besitz des Unternehmens. Darunter Werke von Emil Schumacher ("Gagaola"), Heinz Mack ("Silbermosaik-Wand"), Christian Rohlfs ("Tempera") oder ein weiteres Bild von Nay mit dem Titel "Blätter und schwarze Punkte". Insgesamt wird mit einem Versteigerungserlös "in Millionenhöhe" gerechnet, so Görg-Sprecher Thomas Schulz. Das Geld soll den Gläubigern zugute kommen.