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Kraftvolle Urbanatix-Show in Bochum

Street-Artisten

BOCHUM Breakdancer, Biker und Beatboxer in einer gemeinsamen Show: Urbanatix feiert am Pfingstwochenende Weltpremiere in Bochum.

von Von Laya Moghaddam

, 07.04.2010

Hoch hinauf wird der junge Mann katapultiert. Doch es ist noch nicht genug - wieder lässt sich Agron Selimaj mit dem Rücken ins Trampolin fallen, um noch höher aufzusteigen und schließlich eine Wand vor dem Trampolin hochzulaufen. Für einen Sekundenbruchteil steht der 19-Jährige horizontal in der Luft. Der Hobby-Artist probt für die Show Urbanatix, die Pfingsten ihre Weltpremiere in der Jahrhunderthalle in Bochum feiert. Das Besondere ist dabei die Verknüpfung verschiedener Trendsportarten. So treten beispielsweise Breakdancer, Biker und Skater, aber auch klassische Luftartisten gemeinsam auf.

Selimaj gibt schließlich seine Körperspannung auf und lässt sich sanft ins Trampolin fallen. "Ich bin kein Profi", gibt Selimaj zu. Eigentlich ist er in seiner Freizeit leidenschaftlicher Tricker, das ist eine Sportart, die Kampfsport mit Breakdancing und Kunstturnen kombiniert. Auch dies wird er in der Show zeigen. Doch hat er extra für Urbanatix mit dem Weltklasse-Athleten Hugo Noel auf dem so genannten Catwall-Trampolin trainiert.

Der kanadische Cirque du soleil-Künstler ist einer von sieben professionellen Artisten in der Show, die für Glanzpunkte und Zusammenhalt sorgen sollen. "Das ist natürlich unglaublich cool, dass ich hier so viel dazulernen kann und dabei so viel Spaß habe", erzählt Selimaj und springt auf den Hallenboden.Saltos und Pirouetten

Nun steht die Probe für das große Showfinale an. Die etwa 50 Jugendlichen nähern sich der Mitte der Turnhalle. Einige trotten mit Jeans und Käppi lässig zur Musik, andere schlagen Räder, springen Saltos oder drehen Pirouetten - bis alle in einem Halbkreis vor dem Regisseur Christian Eggert stehen bleiben.

"Wir zeigen hier eine überbordene Lebensfreude, eine besondere Form von Energie", erklärt Eggert. Das werde sich auch auf das Publikum übertragen. Abrupt gibt er ein Zeichen mit der Hand. Laute Musik erschallt, und ein Beatboxer greift zum Mikrofon und legt einen Freestyle hin. Geschmeidig tanzt Eike von Stuckenbrok nach vorn. Der Absolvent der Berliner Artistenschule ist der Protagonist von Urbanatix. Seine Figur, ein passives Computerkind, verirrt sich in der virtuellen Cyberwelt und findet erst mit Hilfe der anderen Artisten wieder hinaus - in eine reale Gemeinschaft.

"Die Arbeit mit den Amateuren ist sehr entspannend", erzählt von Stuckenbrok und grinst verschmitzt. "Auch wenn die abschließende Verbeugung vor dem Publikum zehn Mal geübt werden muss."