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Kreative kurbeln die Wirtschaft an

Dortmunder U bei der Expo in Shanghai

DORTMUND Das Dortmunder U ist noch nicht eröffnet, und schon soll die ganze Welt es kennen lernen. Ab Samstag ist ein begehbares, vier Meter großes Modell des Industriedenkmals, im Deutschen Pavillon bei der Expo in Shanghai zu sehen. Im Innern präsentieren sich die Ruhr.2010 und die Kreativwirtschaft des Reviers.

von Von Julia Gaß

, 28.04.2010

Und mit der geht es aufwärts, wie

(Foto), künstlerischer Direktor der "Stadt der Künste" gestern auch mit Zahlen belegte. Die Metropole Ruhr habe gehalten, was sie vor drei Jahren der EU versprochen habe.   "Wir sind im Plan", so Gorny. 50 700 Beschäftigte waren 2007 in 13 200 Unternehmen der Kreativwirtschaft in Lohn und Brot. Mit jährlichen Zuwachszahlen von 14 Prozent habe die Kreativwirtschaft einen doppelten so hohen Wert wie der Rest der Wirtschaft.

Die Kulturhauptstadt sei der "Schrittmacher der Kreativwirtschaft", das Dortmunder U ist als Kreativzentrum ihr Leuchtturm. Andere Bemühungen wie das Ruhr-Forum Filmbildung eine geplante Pop-Akademie in Bochum, das "Little Games"-Festival in Bochum, eine Kommission, die weitere kreative Projekte entwickelt, gefallen der EU auch.   "Wir sind ein Testbiotop für Städte-Umbau. Das ist in Brüssel von hohem Interesse", so Gorny. Gerade ist dort das "Grün-Buch "Kreativwirtschaft in Europa" vorgestellt worden. Daraus soll das "Weiß-Buch" werden und daraus der Zehn-Jahres-Plan der EU.

Dass sich ein gesamtdeutsches Netzwerk für Kreativwirtschaft gegründet habe und dessen Knotenpunkt das Ruhrgebiet ist, sieht Gorny als weitere Bestätigung der guten Arbeit der Ruhr.2010. Seit gestern tagen Vertreter des Netzwerkes in Essen beim "Marktplatz Kultur- und Kreativwirtschaft".   Kreativ-Lotsen vermitteln in den Bundesländern zwischen Wirtschaft und Kultur. Der NRW-Lotse heißt Christof Schreckenberg und hat sein Büro in Bochum.

Mit Blick auf die Menschen im Umfeld eines künftigen Kreativ-Areals plant Gorny neue Quartiere, guckt, was zusammen passt, welche Besucher sich dort aufhalten.   Ins U hätte im Umfeld des Rockmusik-Freizeitzentrums- West ein Kreativzentrum besser gepasst als ein reines Kunst-Museum. "Wir sollten nicht mehr fragen, wann wird das U fertig, sondern wie bekommen wir das Areal belebt?", so Gorny.