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Krippen statt Kaufrausch

DORTMUND Es muss nicht immer ein Fest des Konsums sein. Eine ganze Reihe stimmungsvoller und nostalgischer Ausstellungen macht Lust auf stille Weihnachten. Hier eine Auswahl.

von Von Bettina Jäger

, 06.12.2007

 

Die Krippenausstellung im münsterländischen Telgte. Unter dem Motto "Zeichen des Friedens" sind 164 berührende Exponate zu sehen. Franz-Roger Reinhard aus Havixbeck formte eine Krippe aus Getränkedosen. Die Gesichter  zeigen Züge jener Straßenkinder, die er in Palästina kennenlernte. (Telgte, Herrenstraße 1-2, tgl. 10-18 Uhr, bis 2.2.08. Geöffnet am 25.12.07/1.1.08, 14 bis 18 Uhr).

Die Prächtigste: Eine besonders schöne Krippe steht in Oberhausen. Zauberhaft, wie Kurator Peter Pachnicke in wochenlanger Kleinarbeit dieses einzigartige Prunkstück aus der Zeit des Barock arrangiert hat. Die 400 Figuren der Sammlung Ludwig sind in kostbare Brokate gewandet, über den orientalischen anmutenden Szenen wölbt sich ein Sternenhimmel. (Ludwig-Galerie Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46, bis 24.2.08, Di-So 11-18 Uhr. Geschlossen 24./25.12.07, geöffnet 26.12.07 und 1.1.08).

Die Nostalgische: Postkarten "Morgen kommt der Weihnachtsmann" dichtete 1835 Heinrich Hoffmann von Fallersleben. So heißt denn auch die entzückende Ausstellung im Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte, die dem Mythos um Nikolaus und Weihnachtsmann auf den Grund geht. 300 Exponate - darunter Ikonen, (Foto), Pop-Up-Bücher und allerlei Kuriositäten - erzählen vom "echten" Nikolaus und jenem Weihnachtsmann, der erst 1931 durch ein populäres Getränk zu uns kam. (Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund, Hansastr. 3, bis 6.1.08, Di/Mi/Fr/So 10-17 Uhr, Do 10-20 Uhr, Sa 12-17 Uhr. Geschlossen 24./25.12.07, geöffnet 26.12.07, 10-17 Uhr. Geschlossen 31.12.07/1.1.08 .)

Die Informative: Dass Adventskalender zum ersten Mal im katholischen München gedruckt, aber von einem evangelischen Pfarrerssohn erfunden wurden, erfährt man in der Schau "Fröhliche Weihnachten - Festbräuche in Deutschland" des Hamaland-Museums in Vreden, Kreis Borken. Und was sind eigentlich Luzienhäuschen und Klöpfflnächte? (Hamaland-Museum Vreden, Butenwall 4, bis 13.1.08, Di-So 10-17 Uhr, Aktion "Wir warten aufs Christkind" am 24.12., 15-18 Uhr. Ansonsten an den Feiertagen geschlossen).

Der Weltrekord: Wirklich gigantisch ist der "Kölner Krippenweg". Rund 100 Stationen mit teilweise lebensgroßen Krippen warten überall in der Stadt auf Besucher. Schon im Hauptbahnhof geht?s los, auf der Domplatte steht dann die moderne "Kölner Stadtkrippe" der Bildhauerin Rosemarie Peter.

Nicht zu vergessen: Die vielen Krippenausstellungen in kleineren Orten. Als Beispiel sei die Schau in Haltern-Lippramsdorf genannt. Sogar aus Togo und Peru kommen die insgesamt 72 Krippen, die Maria Lensdorf und ihre Mitstreiter vom Heimatverein hier liebevoll aufgebaut haben. Eine schöne Gelegenheit zum Durchatmen vor dem Fest. (Heimathaus Lippramsdorf, bis 16.12., geöffnet Mo-Frei 14-18 Uhr, Sa/So 10-18 Uhr).