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Kulturhauptstadt feiert im Jahr 2010 auf der gesperrten A 40

ESSEN Das erinnert an die autofreien Tage während der Ölkrise 1973: Auch im Kulturhauptstadtjahr 2010 wird die Autobahn 40 einen Sonntag lang gesperrt. Wahrscheinlich am 18. oder am 25. Juli 2010 soll ein Tisch aufgebaut werden, der von Duisburg nach Dortmund reicht.

von Von Bettina Jäger

, 10.08.2007
Kulturhauptstadt feiert im Jahr 2010 auf der gesperrten A 40

Fritz Pleitgen (l.) und Oliver Scheytt stellten konkrete Pläne für das Jahr 2010 vor.

Wenn das gesamte Ruhrgebiet zu Tisch bittet, muss es schon ein ganz schön großer sein. 50 bis 60 Kilometer lang soll die Tafel werden. Die Aktion „Der lange Tisch“ dürfte der Höhepunkt der Kulturhauptstadt 2010 werden.

Die zentrale Achse des Reviers bleibt einen Sonntag lang zwischen Duisburg und Dortmund gesperrt. Bis zu 20 000 Tapeziertische wollen die Kulturhauptstadt-Macher auf die Fahrbahn stellen. Daran darf geschmaust und gefeiert werden. „Das Ganze ist im Grunde nicht machbar, aber es wird gemacht“, sagte am Freitag Fritz Pleitgen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ruhr 2010 GmbH. Gegen einen kleinen Beitrag (Pleitgen schlug spontan 4,99 € vor) wird man sich einen Tisch reservieren lassen können. Die organisatorischen Probleme der Aktion sind allerdings riesig. Und was sagt Toll Collect dazu?

Eröffnung am 9. Januar

Am 9. Januar 2010 wird das Kulturhauptstadtjahr mit einem Festakt in der Essener Philharmonie eröffnet. Am Abend ist eine Lichtshow von Unna bis Duisburg geplant.

Und noch eine tolle Idee gibt es: Alle 53 Städte und Gemeinden des Ruhrgebietes (Essen ausgenommen) können 2010 eine Woche lang den Titel „Kulturhauptstadt“ bekommen. „32 Wochen sind schon vergeben“, berichtete Fritz Pleitgen. Er nannte weitere Höhepunkte. Die Gospelchöre des Reviers treten im Dortmunder Signal Iduna Park auf. In Bochum gibt´s einen „Wissensgipfel“. UEFA-Chef Platini hat zugesagt, dass Endspiele von Fußballwettbewerben sowie Länderspiele im Ruhrgebiet stattfinden.

900 Vorschläge für Projekte

900 Projektvorschläge hat die Ruhr 2010 erhalten. Zwar kommen 250 Vorschläge aus Essen, aber es gibt auch Ideen aus Bochum (64), Dortmund (57), Gelsenkirchen (36), Duisburg (24), Witten (8), Schwerte (3), Lünen (2) und Castrop (1). Was das haarige Thema Nahverkehr angeht, ist Geschäftsführer Oliver Scheytt (Foto) einen Schritt weiter gekommen. Es wird ein Ticket für 24, 48 oder 72 Stunden mit einem Rabattheft für alle Ziele geben. Geplant ist außerdem ein Audio-Führer, den die Touristen im gesamten Ruhrgebiet benutzen können.