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Kunst auf dem Weg der Kohle

GELSENKIRCHEN Es muss doch nicht immer die A 40 sein. Warum nicht mal an den "Gahlenschen Kohlenweg" erinnern - jene historische Straße von Hattingen über Bochum nach Dorsten, die ab 1770 zum wirtschaftlichen Aufschwung des Reviers beigetragen hat?

Kunst auf dem Weg der Kohle

Fahnen sollen schon jetzt auf das Projekt "Kunststraße" einstimmen. Elisabeth Kessler-Slotta, Angelika Krumat, Carmen Klammer, Hemut Bettenhausen und Ulrich Daduna stellten sie vor.

Das haben sich fünf Kunstvereine aus dem Ruhrgebiet vorgenommen. "Kunststraße" heißt das Projekt, das sie für die Kulturhauptstadt 2010 vorgeschlagen haben. "Wir wollen eine alte Verkehrsader neu beleben", sagt Elisabeth Kessler-Slotta aus Bochum, die das Projekt kunsthistorisch begleitet.

50 Zollschranken zwischen Hattingen und Gahlen

1765 hatte der Schullehrer F.G. Müser die Idee, Kohle aus dem Ruhrgebiet mit Pferdekarren nach Gahlen zu bringen und auf der Lippe an den Niederrhein zu verschiffen. Die preußische Regierung baute den Weg bis 1770 aus. 50 Zollschranken (und noch mehr Kneipen) mussten die Fuhrleute passieren, bis sie am Ziel waren.

Skulpturen aus Naturmaterialien

Erstaunlich, dass es die Verbindung größtenteils noch gibt. Und zwar als Kohlenstraße und Gahlensche Straße in Bochum, als Dorstener Straße (B 226) in Herne und als Cranger Straße in Gelsenkirchen. Nur der Endpunkt, das Kohlhaus in Dorsten, ist abgerissen worden. "Wir wollen den Weg an gewissen Schnittpunkten in Erinnerung bringen", erklärt Ulrich Daduna vom Kunstverein Gelsenkirchen. Skulpturen aus Naturmaterialien sollen es sein, die an Kreuzungen oder traditionsreichen Gaststätten an die Vergangenheit erinnern. Auch die steinerne Brücke von 1853 über die einstige Fleuthe wird dazugehören - ein besonderes Anliegen von Helmut Bettenhausen aus Herne, der einst geholfen hatte, das Bauwerk zu retten, und jetzt die Idee für das Projekt hatte. Bekannte Künstler wie Friedrich Gräsel, Nol Hennissen oder Mario Reis wollen die Vereine um ihre Mitarbeit bitten.

Tradition und Transformation

Doch erst einmal hoffen sie, dass das Kulturhauptstadt-Büro ihre Begeisterung teilt. Denn: "Bei uns kommen Tradition und künstlerische Transformation zusammen", betont Angelika Krumat aus Dorsten.

Beteiligt am Projekt „Kunststraße“ sind: Hattinger Kunstverein, Galerie Januar Bochum, Förderverein Zeche Unser Fritz 2/3 Herne, Kunstverein Gelsenkirchen, Kunstverein Virtuell-Visuell Dorsten.

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