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Masse statt Klasse

BOCHUM Mit einem zauberhaft-kunstvollen Feuerwerk vor der Bochumer Jahrhunderthalle erlebte die RuhrTriennale am Sonntag einen würdigen Abschluss. Die Reihe "Century of Song" hat allerdings schon bessere Tage gesehen.

Masse statt Klasse

Wolfgang Niedecken bei der Triennale.

Ihre Stärke war immer auch eine konzeptionelle: Unter den Kuratoren Bill Frisell und Greg Cohen wurden hier tiefe Einblicke in das Wesen von Country, Gospel, Blues und Rock gewährt, spannende Begegnungen ermöglicht. Aufregende Einzelkonzerte gab es mit legendenumwobenen Stars wie Patti Smith oder David Byrne.

Konnte Vergleichen nicht standhalten

In diese Tradition stellte sich auf Einladung des aktuellen Kurators Mike Herting nun Wolfgang Niedecken (Foto), der es zwar mit BAP zu Ruhm gebracht hat, dem direkten Vergleich zu den großen Momenten der Triennale-Konzertreihe jedoch nicht standhielt. Sein Konzert war vor allem: Masse statt Klasse. Eigene Songs und Coverversionen wurden mithilfe eines Kinderchores, einer Big Band und Gästen wie "Klaus der Geiger" oder Jazztrompeter Manfred Schoof neu eingekleidet.

Nur Klassiker überzeugten

Am ehesten überzeugte das bei BAP-Klassikern wie "Verdamp lang her", das in einer gefühlvollen unplugged-Version daherkam, oder "Arsch huh", dem die Big Band den nötigen Drive verpasste. Cover wie Dylans "Hurricane", Jimi Hendrix "The Wind Cries Mary" oder Neil Youngs "Hey Hey My My" blieben jedoch wenig eigenständiger Abklatsch. Es bleibt der Reihe zu wünschen, dass sie im nächsten Jahr zu großen Momenten zurückfindet.

 

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