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"Nomaden" machen Kokerei Zollverein zur Bühne

Iskender-Aufführung

ESSEN Eisen und Stahl dominieren das Gelände der Kokerei Zollverein. Die Trichterhalle, das Sonnenrad und Eisenbahngleise sind zu sehen. Und mittendrin stehen zwei Freilicht-Bühnen für die Theater-Inszenierung von Iskender.

von Von Laya Moghaddam

, 20.04.2010

Auf den ersten Blick passt diese hochpoetische Geschichte dort nicht hin. Doch Regisseur Johannes Klaus ist gerade von diesem vermeintlichen Widerspruch begeistert: "Dieser Ort der Industriekultur ist eindeutig mit Migration verbunden." Deshalb passe er auch zur Geschichte eines jungen Mannes der ersten türkischen Einwanderergeneration, dessen Leben in den Konflikt von Liebe und Tradition gerät. "Die Aufführung wird hier noch viel glaubwürdiger als im Theater", sagt Klein, der auch Schauspiel-Professor an der Folkwang Universität der Künste ist.Renan Demirkan spielt mit

Seine Abschlussklasse wird neben etablierten Schauspielern, wie den eineiigen Zwillingen Lisa und Laura Quarg und Renan Demirkan  auf der Bühne stehen.

"Wir erzählen diese Geschichte als Nomaden", erzählt Demirkan. Denn die Schauspieler spielen an verschiedenen Stationen, sowohl draußen als auch drinnen. "Das erinnert schon ein wenig an die Gastarbeiter in den 60er Jahren - sie wanderten schließlich, um Geld zu verdienen."

Die Theaterfassung von Iskender nach dem Jugendbuch von Hermann Schulz reduziere sich jedoch nicht nur auf interkulturelle Probleme: "Es geht vor allem darum, wie Liebe heilen kann - und das auf eine ganz wunderbare Art und Weise", lobt Demirkan.

  • Premiere am 29. April um 19 Uhr, weitere Vorstellungen im Mai, Karten: (0201) 812 22 00.