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Oberhausen öffnet die Wundertüte des Kinos

Heute beginnen die 56. Internationalen Kurzfilmtage

OBERHAUSEN Fast 500 Filme. Wettbewerbe, Werkschauen, Sonderprogramme. Heute starten die 56. Internationalen Kurzfilmtage, die Oberhausen bis zum 4. Mai zum Cineasten-Mekka machen.

von Von Kai-Uwe Brinkmann

, 28.04.2010
Oberhausen öffnet die Wundertüte des Kinos

Lars Henrik Gass leitet die Kurzfilmtage Oberhausen.

Im Internationalen Wettbewerb laufen Arbeiten aus 36 Ländern, viele kreisen um Landschaften und Grenzen, geografisch oder metaphorisch. Im Deutschen Wettbewerb wird viel über Handwerk und Funktion von Film reflektiert.   Der NRW-Wettbewerb zeigt unter anderem ein neues Werk des Mülheimers Rainer Komers, eines Meisters des poetischen Dokumentarismus: "Miltown, Montana". Besonders freut sich Festivalleiter

(Foto) über die Sonderschau "Vom Meeresgrund: Das Experiment Film 1898-1918". "Das sind ultraseltene Schätze aus Stummfilmtagen, fast nie zu sehen. Das größte Programm dieser Art, das je in Deutschland gezeigt wurde."

Ausstellung mit Schlingensief-Video Über 70 Zelluloid-Veteranen: Suffragetten, die Petersburger Feuerwehr, Fantastisches, Unterhaltsames. Untermalt wird die filmische Wundertüte vom Pianisten Donald Sosin. Die Reihe "No Wave" porträtiert New Yorks Avantgarde der 80er. Lydia Lunch, John Lurie und andere Grenzgänger der Künste. "Vieles, das heute in der Popkultur im Mainstream segelt, ist damals entstanden", so Gass. Und die Ausstellung "Oberhausen. Außenansichten" fängt den Blick von Festivalgästen ein. Bilder, Töne, Stadt-Impressionen. Förderturm in Strichzeichnung, ein Graffito im Lauf der Jahre, Schaufenster. Sehenswert schon wegen Schlingensiefs TV-Satire auf die Kurzfilmtage: Mit falscher Afrikanerin und ihrem Film "Mumbamumba". O-Ton: "Bester Negerfilm des Festivals!"

www.kurzfilmtage.de