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Parodie auf Benefiz-Gala der Gutmenschen

"Jeder retten einen Afrikaner"

Gutes tun, ist angesagt - auch in der Kulturszene, ein prominentes Beispiel ist das Operndorf in Afrika des verstorbenen Christoph Schlingensief. Ein weniger bekanntes Projekt feierte am Sonntag im Grillo Theater Premiere: Ingrid Lausunds Stück "Benefiz - jeder rettet einen Afrikaner".

ESSEN

von Von Britta Helmbold

, 07.11.2011
Parodie auf Benefiz-Gala der Gutmenschen

Szene aus der Benefiz-Parodie in Essen.

 ....Autorin Ingrid Lausund hat ihr Stück "Benefiz - jeder rettet einen Afrikaner" an ein reales Hilfsprojekt, den Aufbau einer Schule in Guinea Bissau, gekoppelt.Fünf Gutmenschen organisieren Benefiz-Gala Munter inszeniert Regisseur Thomas Ladwig die Vorbereitungen für eine Benefiz-Gala der fünf Gutmenschen auf Jürgen Höths Showbühne. Alle Klischees bedienend werden fünf Helfer-Typen überzeugend präsentiert: Bettina Schmidt persifliert als profilierungssüchtige Eva gekonnt Moderatoren solcher Events. Silvia Weiskopfs Pummelchen Christine im Folklore-Röckchen (Kostüme: Asima Amriko) ist die personifizierte Betroffenheit, findet alles "ganz, ganz schlimm". Für Spaß sorgt Jannik Nowaks Leo, für die kritischen Töne ist Stefan Diekmanns Rainer zuständig und missionarische Anteilnahme verströmt Sven Seeburgs Eckhard.Viele Lacher im Publikum Die boulevardesk angelegte Parodie auf Benefizveranstaltungen und vor allem die Eitelkeiten der Beteiligten sorgen für reichlich Lacher im Publikum. Bevor es - ob zuviel Betroffenheits-Geschwafel - peinlich werden und die ausgelassene Stimmung in Nachdenklichkeit umkippen könnte, unterbrechen die Protagonisten ihr Spiel. Als "zu lang" kritisiert Eva Rainers Barmherzigkeits-Monolog. Dass der theatrale Spenden-Aufruf ernst gemeint ist, kann man nach der Aufführung entdecken. Neben dem Treppenabgang sind Spenden-Box und Info-Material zum Schul-Projekt platziert.Termine: 8./20.11.; Karten: Tel. (0201) 812 22 00.