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Schauspiel Dortmund im Glück

DORTMUND Wenn das kein „guter Lauf“ ist: Ein wahrer Preisregen geht derzeit auf das Schauspiel Dortmund nieder. Gleichzeitig sind die Auslastungszahlen zu Beginn dieser Spielzeit auf 87 Prozent geklettert. „Das ist Rekord“, freute sich Schauspielchef Michael Gruner.

von Von Bettina Jäger

, 16.11.2007

Zuerst hatte die Dortmunder Nachwuchs-Regisseurin Carolin Mader den Künstlerinnenpreis NRW mitsamt 5000 Euro gewonnen. Vor allem ihre „Medea“ begeisterte die Jury. „Das war richtig Bundesliga, phänomenal gemacht“, lobt Gruner die Arbeit seiner jungen Kollegin. Nicht minder erfolgreich war Philipp Preuss, der für seine Dortmunder „Hedda Gabler“-Inszenierung einen der ebenfalls mit 5000 Euro dotierten Preise des Landes NRW für junge Künstler abgeräumt hat. Seine coole Sicht auf den Klassiker hatte zahlreiche junge Zuschauer angezogen. Und als drittes sind die „Buddenbrooks“, jene außergewöhnlich eindringliche Inszenierung von Hermann Schmidt-Rahmer, zum NRW-Theatertreffen 2008 eingeladen worden.

Junge Leute entdecken Schauspiel

Leistungen, die sich herumgesprochen haben. Die „Buddenbrooks“ sind fast immer komplett ausverkauft. „Ich hätte nicht gedacht, dass das ein so großer Publikumsmagnet wird“, freut sich Gruner. Früh um Karten kümmern muss man sich auch für „Kommt ein Mann zur Welt“, das schon jetzt bis Ende Januar ausverkauft ist. Die „Räuber“ erleben im Februar ihre 75. und letzte ausverkaufte Vorstellung. (Ein Tipp: Karten gibt´s noch für den 1. Weihnachtstag!). Was Gruner besonders freut: Viele junge Leute haben das Schauspiel für sich entdeckt, belagern die Abendkasse für zeitgemäße Stücke wie „Shoppen und Ficken“. Gleichzeitig sind viele Einladungen erfolgt. Das Theaterfestival „Maximierung Mensch“ möchte „Kommt ein Mann zur Welt“ nach Trier holen. „Holzfällen“ von Thomas Bernhard gilt als Rarität und war beim österreichischen Sommerfestival in Gmunden zu Gast. Ein Gastspiel auf dem Kultur-Schloss Elmau ist geplant.