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Schauspiel Düsseldorf zeigt neues Stück von Martin Heckmanns

Hier kommen wir nicht lebendig raus. Versuch einer Heldin

DÜSSELDORF In Martin Heckmanns "Kommt ein Mann zur Welt" (2007) wird der Lebensweg eines Mannes nachgezeichnet, in seiner neuen Auftragsarbeit für das Düsseldorfer Schauspielhaus - "Hier kommen wir nicht lebendig raus. Versuch einer Heldin" - spielt nun eine Frau die Hauptrolle

von Von Britta Helmbold

, 27.04.2010
Schauspiel Düsseldorf zeigt neues Stück von Martin Heckmanns

Hermann Schmidt-Rahmer hat Regie geführt.

Ira will alles ändern, will nicht nach vorgegebenen Mustern leben, deshalb verlässt sie ihre Mutter und begibt sich auf eine Reise, sammelt Erfahrungen.

Diese Lebenssinn-Suche hat jetzt Hermann Schmidt-Rahmer fantasievoll, vielleicht mit etwas zu vielen Albernheiten, uraufgeführt. Noch bei Saallicht lässt er die fünf Schauspieler, die als Chor fungieren und zahlreiche Figuren-Rollen übernehmen, einziehen und auf Zuschauersesseln auf der Bühne (Michaela Springer) erwartungsvoll - wie das echte Theaterpublikum - gucken. Dann betritt Xenia Snagowski als Heldin Ira die Szene und ruscht in dem Sessel slapstickmäßig hin und her: Sie sucht ihren Platz und kann ihn nicht finden.

Mini-Szenen mit humorvollen Kommentaren In Mini-Szenen, die das ausgelassen agierende Ensemble überzeugend umsetzt, wird Iras Ausbruch aus dem bürgerlich-behüteten Dasein und ihre Rückkehr beschrieben: Sie versucht sich als Schauspielerin, in der Politik und lernt schließlich Jakob kennen. Mit dem gesellschaftlichen Ausstieg wird es nichts, sie gründen eine Kleinfamilie - doch Ira mag sich damit nicht abfinden, hofft auf ein offenes Ende.

Wie gewohnt sind Heckmanns´ Dialoge, die er mit Kommentaren und Erzählpassagen mischt, humorvoll, ironisch und von ungeheurem Sprachwitz. - Applaus für die Inszenierung und Bravos für den Autor bei der Uraufführung im Kleinen Haus.

Termine: 2., 12., 30.5.; Karten: Tel. (0211) 36 99 11.

www.duesseldorfer- schauspielhaus.de

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