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„Spielmacher“ im Kino

Schmutzige Tricks am Spielfeldrand

Dortmund Im Film „Spielmacher“ nimmt die Wett-Mafia junge Kicker ins Visier. Schwachstellen im Drehbuch, aber gutes Film-Handwerk, meint unser Kinokritiker.

Schmutzige Tricks am Spielfeldrand

Ivo (Frederick Lau, l.) und sein kroatischer Boss (Oliver Masucci) schauen sich ein Spiel an.   Foto: Warner Brothers

Die einen träumen davon, auf dem Platz gutes Geld zu verdienen. Die anderen bestechen Spieler und machen durch manipulierte Wetten ihren Reibach. Kriminelles rund um den Fußball steht im Mittelpunkt von Timon Modersohns Gaunerstück „Spielmacher“, gedreht auch im Ruhrgebiet.

Der Gute, der Böse und der Kerl dazwischen

Wobei der Film darauf achtet, dass sein Schauplatz vage bleibt, und sich stattdessen an diversen Orten (in Dortmunds Fußballmuseum und im Stadion des BVB) Revier-Flair borgt.

Zwischen drei Männern zieht der Film ein Spielchen auf. Der Gute, der Böse, der Kerl dazwischen.

Der Gute ist das Kickertalent Lukas (Mateo Wansing-Lorrio), der bei den Amateuren spielt, aber das Zeug zur Bundesliga hat. Der Böse ist ein Kroate (Oliver Masucci aus „Er ist wieder da“), der für eine Wett-Mafia arbeitet, die in China auf untere deutsche Ligen setzt.

Ganoven setzen auf rote Karten

Die Ganoven haben Spieler am Haken, die wunschgemäß rote Karten provozieren und Wetten zum Sieg verhelfen. Und dann ist da Ivo (Frederick Lau), der Grenzgänger zwischen Gut und Böse. Ivo war der Held seines Vereins, ein Knipser, der 42 „Buden“ in einer Saison machte, bevor er als käuflicher Betrüger aufflog und im Kittchen landete.

Jetzt ist er auf freiem Fuß, trifft aber im Milieu den kroatischen Zockerkönig, der ihn mit Geld und Jobs ködert.

Liebesgeschichte läuft nebenher

Als die Kroaten ihn auf Lukas ansetzen, meldet sich Ivos Gewissen. Betrügereien will er dem Jungen ersparen. Im Kern ist der Film eine Räuberpistole, die im Dienst des Dramas manches forsch-bequem behauptet, aber nicht wirklich ausformuliert. Schnell, zu schnell, gerät Lukas ins Visier der Ganoven. Deren Brutalität passt mehr zu Hollywood als zum Pütt.

Die Liebelei zwischen Ivo und Lukas‘ Mutter (Antje Traue) läuft so nebenher. Im Drehbuch schwächelnd, kann der Film immerhin beim Handwerk punkten: gute Kamera, prickelnde Musik, starke Darsteller.

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