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Schüsse im Leoparden-Club

CASTROP-RAUXEL Edgar Wallace: 1933 gestorbener Vielschreiber von Krimis. Durch 38 Filme (1959-1972) bekamen sie einen Popularitätsschub, der bis heute anhält.

von Von Kai-Uwe Brinkmann

, 15.10.2007
Schüsse im Leoparden-Club

Herrlich zickig: Julia Gutjahr.

Alfred Vohrers "Der Zinker" von 1963 war der erste Streifen, in dessen Vorspann die MPi knallte. Es spielten Heinz Drache, Eddi Arent, Klaus Kinski. - Reinhardt Frieses Inszenierung am Westfälischen Landestheater bietet eine abgespeckte Version, die wie der Roman in den 20er Jahren angesiedelt ist. Deutlich wird das in Eva-Maria Runges wirklich schönen Kostümen. Die Bühne des WLT-Studios ist in schwarz gehalten. An der Wand der Schriftzug der "Tribune", dem Blatt des Reporters Collie, den Publikumsliebling Guido Thurk mit viel Schalk spielt. Collie schnüffelt dem "Zinker" nach, einem Londoner Hehler, der Ganoven an Scotland Yard verpfeift.

Keine Hochspannung aber komödiantische Qualität

Die Fährte führt ins Büro von Mr. Sutton (Ireneusz Rosinski). Er plant die Heirat mit Beryl (Dagmar Jesussek). Sehr zum Schrecken von Major Leslie (Marco Stickel), der Sutton für einen Windhund hält. Auch Suttons Sekretärin (herrlich zickig: Julia Gutjahr/Foto) spuckt Gift und Galle...

    Im Leoparden-Club gibt es einen tödlichen Schuss. Wir sehen bloß eine Hand am Revolver. Pfiffig, wie die Regie die Frage nach dem Schützen mittels Rückblende klärt. Am Ende fallen alle Masken, auch die des Zinkers. - Hochspannung ist nicht der Treibstoff des Stückes, dafür gefallen die komödiantische Qualität und das hellwache Ensemble.