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Süßes Nichtstun treibt „Kirschgarten“-Besitzer in den Ruin

Theater Dortmund

Keine Melancholie-Studie hat Sascha Hawemann aus Anton Tschechows „Der Kirschgarten“ am Schauspiel Dortmund gemacht. Mit dem spielfreudigen Ensemble hat der Regisseur eine muntere Komödie inszeniert. Dafür gab es bei der Premiere am Freitag viel Applaus.

von Britta Helmbold

Dortmund

, 01.01.2018
Süßes Nichtstun treibt „Kirschgarten“-Besitzer in den Ruin

Zu spät: Lopachin (Frank Genser) hat Gut und Garten von Ljubow (Friederike Tiefenbacher) ersteigert.Hupfeld © 44793 Bochum

Die Schrecken vor den gesellschaftlichen Veränderungen um die vorletzte Jahrhundertwende scheint diese phlegmatische Gutsherren-Familie erst am Tag der Versteigerung des Kirschgartens zu ergreifen. Da bekommt das Party-Gehopse zu Technosound von Musiker Alexander Xell Dafov etwas Verzweifeltes. Doch bis zum dritten Akt genießen Friederike Tiefenbachers Gutherrin und Ekkehard Freye als bonbon- und spielsüchtiger Bruder das süße Nichtstun.

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