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Ausstellung in Schloss Cappenberg

Thomas B. Schumann zeigt Kunst aus dem Exil

SELM In den 60er-Jahren, mit 15, begann Thomas B. Schumann damit, zu sammeln. Zunächst nur Literatur, später auch Gemälde. Eines haben alle zusammengetragenen Exemplare gemeinsam: Sie stammen von Künstlern, die während der Naziherrschaft ins Exil flüchten mussten. Ein Teil der Sammlung "Memoria Thomas B. Schumann" ist jetzt im Schloss Cappenberg in Selm zu sehen.

Thomas B. Schumann zeigt Kunst aus dem Exil

Die Ausstellung "Vor dem Krieg, nach der Flucht, Nach dem Frieden" zeigt Werke aus der Sammlung "Memoria Thomas B. Schumann". Schumann hat Künstler im Exil zum Thema seines Sammelns gemacht.

Mehr als 180 Arbeiten von rund 50 Künstlern sind zu sehen, hauptsächlich Malerei. Dazu kommt ein wenig Literatur, teilweise publiziert in seinem Verlag "Edition Memoria", mit dem er sich auf Exilautoren spezialisiert hat. Es ist keine Ausstellung der großen Namen, es geht um das Schicksal der einzelnen Künstler, die im erzwungenen Exil leben mussten. Es werde oft vergessen, dass von Exilkünstlern wichtige Werke geschaffen wurden. "Ich versuche, dagegen zu arbeiten", sagt Schumann. "Das ist nicht leicht, weil der Kulturbetrieb oft auf Event ausgerichtet ist", meint der Sammler. Das Thema sei vielleicht noch immer stigmatisiert.Chronologische Ordnung Die Ausstellung "Vor dem Krieg. Auf der Flucht. Nach dem Frieden." ist weder thematisch, noch nach Technik geordnet. Ihre Hängung ist chronologisch an den Geburtsjahren der Künstler orientiert. Aquarell-Malerei findet sich genau so wie Öl-Gemälde und Federzeichnungen. Nicht alle sind während der Naziherrschaft, viele vor 1933 und nach 1945 entstanden. Ein kleiner Raum widmet sich Werken jener Künstler, die es nicht mehr ins Exil geschafft haben, die verhaftet und zum Teil ermordet wurden.

 

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