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Tour durch die Jazzgeschichte

ESSEN Der Mann hat eine Menge zu erzählen. Was Klaus Doldinger musikalisch erlebt hat, würde mehr als einen Abend füllen. In Kürze wird der Saxofonist 72 Jahre, und weil er so jung geblieben ist, stand er mit seiner Band Passport am Ende von „Young German Jazz“.

von Von Klaus Lipinski

, 09.03.2008
Tour durch die Jazzgeschichte

Funkiges Ende bei „Young German Jazz“: Saxofonist Klaus Doldinger erzählt seine eigene Musikgeschichte.

Drei Tage lang fesselten spannende Projekte von hochtalentierten und mit vielen Preisen ausgezeichneten jungen Musikern das Publikum in der Essener Philharmonie.Denn Doldinger unternahm zum Abschluss einen Ausflug in seine eigene Geschichte. Zwar präsentierte er nicht die erste Passport-Besetzung von 1972, in der noch ein gewisser Udo Lindenberg am Schlagzeug saß, aber auf der Bühne stand das erste Quartett, das sich kurz danach in die Herzen der Jazzfans spielte: Curt Cress am Schlagzeug, Wolfgang Schmidt am Bass und Kristian Schultze an den Keyboards.

Dabei wurde deutlich, dass der Grund des langanhaltenden Erfolges die hohe Qualität von Doldingers perfekt organisierten Bands ist. Seine Musik folgte dem Beispiel verschiedener amerikanischer Funk- und Fusion-Vorbilder. In dieser Hinsicht war er schon immer publikumsorientiert.

Alte Besetzung harmoniert

Die Freude der Musiker an der Wiedervereinigung war zu spüren und übertrug sich auf die Hörer. Curt Cress erinnerte in seinen Schlagkombinationen stark an Steve Gadd, Wolfgang Schmidt zupft den funkigen Bass immer noch mit dem Plektron. Es war erfrischend zu hören, wie gut die alte Besetzung noch immer harmoniert, auch in einigen rockigeren Stücken. In der zweiten Hälfte präsentierte Doldinger seine aktuelle größere Band-Besetzung, die nun schon fast 17 Jahre zusammen spielt. Die Arrangements wurden vielseitiger, teilweise von Weltmusik geprägt, teilweise drückte Peter O`Mara an der Gitarre dem Klang seinen Stempel auf, wenn er seine Linien parallel zu denen von Doldinger spielte, und oft hätte man sich die Musik gar nicht ohne Roberto di Gioias funkige Begleitung am Keyboard vorstellen können. Auch in einer langen Version von „Das Boot“.

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