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Trio führt die Triennale

DUISBURG Die RuhrTriennale wird zur "Trionnale". Ein Dreier-Team aus dem Chefdramaturgen Thomas Wördehoff, der Betriebsdirektorin Ulli Stepan und Andrea Kaiser (Marketing) soll die Geschicke des Festivals im Jahr 2008 führen. Damit ist nach dem Tod Marie Zimmermanns eine Zwischenlösung gefunden - wenn auch noch kein neuer Intendant.

von Von Bettina Jäger

, 29.08.2007
Trio führt die Triennale

Der Kurs liegt an: Jürgen Flimm teilte gestern mit, wie es mit der RuhrTriennale im Jahr 2008 weiter geht.

Die Triennale startet an diesem Samstag in der Bochumer Jahrhunderthalle. Doch die Journalisten bei der Auftakt-Pressekonferenz in Duisburg interessierte gestern vor allem eines: Wie geht es im nächsten Jahr weiter mit dem Bühnenfest?

Nur Salzburger Festspiele sind erlaubt

Jürgen Flimm, noch Triennale-Chef und schon Leiter der Salzburger Festspiele, bleibt Geschäftsführer der Triennale-Dachfirma "Kultur Ruhr GmbH". Allerdings schränkte er ein: "Mein Vertrag mit den Salzburger Festspielen ist sehr rigide. Ich darf kein anderes Festival machen." NRW-Kulturstaatssekretär Grosse-Brockhoff sei deshalb persönlich nach Salzburg gereist. Wegen der Situation nach dem tragischen Tod der designierten Intendantin Marie Zimmermann habe er um Hilfe gebeten. Nur deshalb kann Flimm zumindest die Kultur Ruhr weiterhin leiten.

Hilfe und Rat für das neue Dreigestirn

Sein Vertrag als Triennale-Intendant läuft dagegen am 31. Oktober aus. Bis dahin soll die Grundstruktur des Programms für 2008 stehen. "Wir haben gesichtet, was Marie auf dem Zettel hatte", betonte Flimm. Er garantierte Hilfe und Rat für das in der Öffentlichkeit kaum bekannte Dreigestirn aus Andrea Kaiser, Thomas Wördehoff (Foto l.) und Ulli Stepan (Foto r.). Sozusagen "papi-mäßig" will er im Hintergrund wirken: "Wenn ich von London nach Salzburg fliege, kann ich jederzeit in Düsseldorf einen Zwischenstopp einlegen."

Neuer Intendant dringend gesucht

Derweil sucht Staatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff einen neuen Intendanten. Der soll das Festival von 2009 bis 2011 gestalten. "Es gibt es eine Reihe von Kandidaten", kündigte Flimm an. "Ich denke, dass der Staatsekretär bald fündig wird."

Mit dem Vorverkauf ist das Triennale-Team zufrieden. Von den 50 000 Tickets sind schon viele weg. "Wir marschieren auf 80 Prozent Auslastung zu", freute sich Geschäftsführer Jürgen Krings. Schmankerl wie die Abende mit Claus Peymann oder Edita Gruberova sowie das Krimi-Stück von Juli Zeh sind ausverkauft.

Noch Karten für Genazinos "Courasche"

Noch Karten gibt es für "Courasche oder Gott lass nach". Weil Veronica Ferres die Hauptrolle bekanntlich als zu unanständig ablehnte, wird jetzt unter anderem die bekannte Schauspielern Barbara Nüsse Kriegsepisoden vom Barock bis zur Moderne durchleiden. Umgeschrieben hat Wilhelm Genazino seinen Text nicht, nur vollendet. "Sturm im Wasserglas" grummelte Flimm über den Streit mit "Vroni".