Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Tschechow in der Theaterkrise

"Der Kirschgarten" im Theater Oberhausen

OBERHAUSEN Eine werkgetreue Inszenierung sieht anders aus. Am Theater Oberhausen macht Hausherr Peter Carp aus Tschechows gesellschaftskritischer Komödie "Der Kirschgarten" von 1903 einen amerikanischen Kino-Western mit "lonesome heroes" und eingefügten textlichen Anspielungen auf die heutige Situation bei uns.

von Von Klaus Stübler

, 27.04.2010
Tschechow in der Theaterkrise

Auf gleicher Augenhöhe und doch voneinander getrennt: Warja (Annika Meier, l.) und Lopachin (Jürgen Sarkiss).

Für Carp ist "Der Kirschgarten" ein Stück der Stunde. Nicht, weil die Bäume jetzt draußen wieder in voller Blüte stehen, sondern weil er sie als Allegorie auf das Kultursterben auffasst. Wenn am Ende des Stücks die Kirschbäume gefällt werden sollen, werden bei ihm die Kino-Theatersessel abgeschraubt und rausgetragen. Mitten im Schlussapplaus fällt dann der Eiserne Vorhang und sorgt für die endgültige Trennung von Schauspielern und Publikum. Dazu erklingt fröhliche Musik, so dass man dennoch gut gelaunt ins Freie tritt. Sieht so der Theatertod aus nach der einjährigen Schonfrist wegen Ruhr.2010?

Schön, dass Sie sich für diesen Artikel interessieren.
Er ist Teil von MLZ+, dem neuen exklusiven Angebot der Münsterland Zeitung.

Registrieren Sie sich einfach kostenlos und unverbindlich mit Ihrer E-Mail,
schon können Sie weiterlesen.
Mit Google
Mit Amazon
Oder registrieren Sie sich mit Ihrer E-Mail:

Mit Ihrer Registrierung erklären Sie sich mit unseren AGBs und unserer Datenschutzerklärung einverstanden